Intact-Pilot Manuel Gonzalez (2.): «Wir werden weiter Druck machen!»
Manuel Gonzalez (Intact GP) musste sich im Moto2-Rennen in Jerez seinem bärenstarken Teamkollegen Senna Agius geschlagen geben. Der Spanier erzielte den dritten Podestplatz im vierten Saisonrennen.
Manuel Gonzalez hatte einen holprigen Start ins Rennwochenende in Jerez. Im Zeittraining am Freitag landete er nur auf Rang 10, immerhin reichte es aber für den direkten Einzug ins Q2. Dort lief es dann besser für den Intact-Piloten – er qualifizierte sich mit der drittschnellsten Zeit für die erste Startreihe. Direkt hinter ihm ging Teamkollege und Austin-Sieger Senna Agius ins Rennen.
Gonzalez erwischte einen Traumstart – er ging an Alex Escrig und Pole-Setter Collin Veijer vorbei und bog auf Platz 1 in die erste Kurve ein. Nach wenigen Kurven konterte KTM-Ajo-Pilot Veijer und eroberte die Führung zurück. Von hinten stürmte Agius heran – in der zweiten Runde tauschten die beiden Intact-Piloten die Plätze und der Australier war nun der erste Verfolger von Veijer. Danach konnten sich die drei vom Rest des Feldes immer mehr absetzen. Das Trio fuhr am Sonntag in Jerez in einer eigenen Liga. Zur Hälfte des Rennens hatten sich Veijer, Gonzalez und Agius einen Vorsprung von rund fünf Sekunden herausgefahren. Es war ein Dreikampf um den Sieg, wobei die Intact-Piloten ständig die Plätze tauschten.
In Runde 14 gingen Agius und Gonzalez an Veijer vorbei und machten den Sieg unter sich aus. Am Ende setzte sich der Australier durch – er holte seinen zweiten GP-Sieg in Folge. Gonzalez erzielte den dritten Podestplatz im vierten Saisonrennen.
«Ich bin zufrieden, denn letztendlich haben wir unser Ziel erreicht, nämlich auf dem Podium zu landen. Nach vier Rennen stehen nun drei Podestplätze zu Buche. Wir können zufrieden sein, denn in Jerez hatten wir ein Wochenende, an dem wir etwas mehr zu kämpfen hatten als erwartet», meinte Gonzalez mach dem Rennen. «Der Grip war unglaublich hoch, aber ich konnte ihn nicht so nutzen wie unsere Konkurrenten. Also haben wir daran gearbeitet, uns zu verbessern, und auch ich habe meine Fahrweise in den Kurven angepasst, in denen ich Probleme hatte.»
In den letzten Runden konnte Gonzalez mit seinem Teamkollegen nicht mehr mithalten. «Gegen Ende des Rennens habe ich alles gegeben, was ich hatte, auch wenn es ein bisschen schade ist, dass ich nicht bis zur letzten Kurve kämpfen konnte», musste der Spanier zugeben. «In den letzten Runden war es jedoch etwas riskant, bis ans Limit zu gehen. Also habe ich mir gesagt: Lass uns tun, was wir können. Der zweite Platz ist nach einem Wochenende wie diesem sehr positiv.»
Intact GP ist derzeit in der Moto2-WM das Maß aller Dinge
Manuel Gonzalez hat nach dem Spanien-GP in der Gesamtwertung 9,5 Punkte Vorsprung auf Senna Agius. «Wir haben wichtige Punkte gesammelt und unseren Vorsprung in der Meisterschaft ausgebaut. Senna war dieses Wochenende super stark, also Glückwunsch an ihn zum heutigen Sieg», betonte der 23-Jährige. «Es ist schön, den Teamkollegen in den letzten Rennen so stark zu sehen. Wir hingegen werden weiterarbeiten und uns in diesen kleinen Details weiter verbessern. Aber ich bin zuversichtlich, dass bessere Strecken für mich kommen werden, auf denen wir um den Sieg kämpfen können. Danke an das gesamte Team, denn die Arbeit war wieder perfekt. Wir werden weiter Druck machen und freuen uns auf Le Mans.»
Intact GP hat in der Teamwertung bereits 64 Punkte Vorsprung auf Verfolger BLU CRU Pramac Yamaha. Nächste Woche geht es mit dem Frankreich-GP in Le Mans weiter.
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