Erster Moto2-Weltmeister Toni Elias im spanischen Dschungelcamp
Toni Elias war unlängst in der spanischen Dschungelcamp-Variante zu sehen. Konnte der Ex-Moto2-Weltmeister und Ex-MotoGP-Pilot das Publikum für sich gewinnen – oder reiste er vorzeitig ab?
Im spanischen Format des Dschungelcamps läuft es etwas anders ab als in der deutschen Variation. «Supervivientes» ähnelt eher einer Survival-Show, es geht ums Überleben. Gedreht wird im Cayos-Cochinos Archipel in Honduras, wo 18 Kandidaten selbst fischen, Feuer machen und Hütten bauen müssen. Über drei Monate hinweg laufen mehrere Live-Galas pro Woche. Mit dabei: Toni Elias, seinerseits vor 16 Jahren der erste Moto2-Weltmeister.
Anders als Carl Fogarty, der 2014 in der britischen Ausgabe die Dschungelkrone holte, wurde Elias frühzeitig aus dem Programm gewählt. Er beendete die Show als Zwölfter. Das Aus galt für viele Fans als Überraschung, da der disziplinierte Sportler lange als Finalkandidat gehandelt wurde.
Zunächst wurde er als stiller Arbeiter wahrgenommen, allerdings geriet Elias später heftig mit Mitstreiterin Almudena Porras (Reality-TV-Star) aneinander und verließ nach einem heftigen Streit kurz sogar das Camp. Grund des Streits war, dass Elias ihr mangelnden Arbeitseifer und fehlenden Sportsgeist vorwarf, da Porras sich lieber ausruhte und in Prüfungen schnell das Handtuch warf.
In seinen letzten Tagen zeigte der 17-fache-GP-Sieger seine emotionale Seite. Er sprach über seine harten Anfänge seiner Karriere und darüber, wie seine Eltern und seine Schwester arbeiteten, um seinen Aufstieg im Rennsport zu finanzieren. Auch den Leistungsdruck und die Einsamkeit des Profisports thematisierte er.
Beim Surfen in Kalifornien lernte er seine Frau Kristie kennen und heiratete sie nach vier Jahren 2022. Mit ihr bekam er zwei weitere Kinder. Die Familie sieht er inzwischen als seinen «wichtigsten Pokal» an.
Abschiedsworte beim Verlassen des Camps
Als er das Camp verließ, sprach er noch einige Abschiedsworte. Durch die Show habe er die Person wiedergefunden, die er vor fünf Jahren (Zeitpunkt seines Karriereendes) verloren hatte. Trotz Manipulations-Vorwürfen einiger Fans setzte sich das Publikumsvoting durch – Elias musste nach 57 Tagen gehen.
Das große Finale von «Supervivientes 2026» wird – anders als die wöchentlichen Galas in Honduras – live aus dem Studio in Madrid übertragen. Die verbliebenen Finalisten kehren dafür nach Spanien zurück und stellen sich vor heimischem Publikum den letzten Entscheidungen.
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