Sturz und Letzter: Andi Kofler (Yamaha) steckt den Kopf nicht in den Sand
Wie Andreas Kofler selbst vermutet hatte, war das Supersport-Meeting auf dem Balaton Circuit eine Herausforderung. Im ersten Lauf beförderte der Yamaha-Pilot den WM-Leader ins Aus.
Startplatz 28 und in den Rennen ein Sturz und ein 27. Platz – Andreas Kofler hatte mit einem schwierigen Rennwochenende auf der ungarischen Piste gerechnet, aber vielleicht nicht ganz in diesem Ausmaß. Denn sein Sturz in der ersten Schikane unmittelbar nach dem Start kostete nicht nur sein eigenes Rennen, sondern auch das von Jaume Masià. Der Spanier kam als WM-Leader zum Balaton Circuit und hat durch den Ausfall einen großen Rückstand auf seinen Widersacher Albert Arenas (Yamaha), der die Positionen 2 und 1 einfahren konnte.
Zur Info: In den ersten zwei Kurven geht es extrem zu, zumal das Teilnehmerfeld in der mittleren Kategorie mit 33 Stammfahrern riesig ist. Kollisionen und Rempler sind dort in der ersten Runde kaum zu vermeiden.
Rennleitung sah Kofler als Sturzverursacher: Strafe folgte sofort
Kofler krachte dem Ducati-Piloten ins Heck und wurde als Sturzverursacher von der Rennleitung mit zwei Long-Lap-Penalty belegt. Damit war ein ansprechendes Ergebnis im zweiten Lauf schon vor dem Start außer Reichweite.
«Es war wirklich zum Vergessen», bilanzierte der Yamaha-Pilot das Wochenende am Plattensee. «Ich bin danach hinten gefahren, schaffte den Anschluss nicht mehr und habe halt versucht, so gut es ging, Erfahrung zu sammeln», schilderte Kofler, der mit elf Sekunden Rückstand auf den Vorletzten ins Ziel kam. «Ich bin in die Weltmeisterschaft gekommen, um mich weiterzuentwickeln als Fahrer, und dazu gehören auch solche Erfahrungen.»
Kofler reiste nicht am Sonntag ab, sondern blieb an der Rennstrecke. «Wir stecken jetzt sicher nicht den Kopf in den Sand und bleiben sogar noch einen Tag länger in Ungarn, testen am Montag noch», kündigte der junge Österreicher trotzig.
Kofler bestreitet in seiner Rookie-Saison nur die Europarennen und verpasste bisher die Punkteränge. Sein bestes Finish ist Platz 22 im zweiten Lauf in Assen.
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