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Vier Meetings und kein Fortschritt: Honda fuhr auch in Ungarn hinterher
Nach vier Meetings der Superbike-WM 2026 steht Honda vor einem Scherbenhaufen. Das Rennwochenende auf dem Balaton Circuit markierte einen neuen Tiefpunkt.
Nach vier Jahren mit Iker Lecuona und Xavi Vierge ohne nachhaltige Fortschritte wagte die Honda Racing Corporation für die Superbike-WM 2026 einen personellen Neustart und tauschte beide Piloten sowie Schlüsselpersonen im Werksteam aus. Mit Somkiat Chantra, Jake Dixon und der Unterstützung durch Rekordweltmeister Jonathan Rea als Testfahrer sollte es vorwärts gehen.
Doch der Thailänder verletzte sich noch vor Saisonbeginn bei einem Trainingssturz auf dem Sepang Circuit und gab erst beim Europaauftakt in Portimão sein Renndebüt; in Assen verletzte sich der 27-Jährige erneut und musste auf die Rennen verzichten. Und Dixon ist seit einem Sturz beim Phillip-Island-Test zum Zuschauen verdammt. Dass Rea im Winter wegen der Folgen seines Sturzes beim Saisonfinale in Jerez im Superpole-Race erst im Januar seine neue Tätigkeit aufnehmen konnte, kam erschwerend hinzu.
Fortschritte waren jedoch auch am vergangenen Wochenende auf dem Balaton Park Circuit schwer auszumachen. Chantra qualifizierte sich als 21. und fuhr in den Rennen die Plätze 19, 19 und 15 ein; die Rückstände mit 55, 25 und 53 sec gewaltig – pro Runde sind das 2,5 sec! Der 15. Platz war zudem begünstigt von fünf Ausfällen und einer doppelten Long-Lap-Strafe von Álvaro Bautista (Ducati).
Positiv hervorzuheben war allenfalls, dass Chantra seine Rundenzeit mit jeder Session auf geringem Niveau verbessern konnte, abgesehen von der Superpole. «Im Qualifying waren die Bedingungen etwas heißer und die Streckentemperatur war gestiegen», erklärte der Honda-Pilot. «Sobald ich Vollgas gab, spürte ich mehr Wheel-Spin und hatte vor allem beim Herausfahren aus den Kurven Probleme. Wir haben für das erste Rennen einige Änderungen am Set-up des Motorrads und auch an der Elektronik vorgenommen. Das war ein Schritt nach vorn, und wir konnten im Rennen eine gewisse Verbesserung feststellen, aber ich konnte das angestrebte Tempo immer noch nicht halten.»
Der Honda-Pilot weiter: «Im Superpole-Race haben wir einige Änderungen am Motorrad und an der Elektronik vorgenommen, und das Fahrgefühl war etwas besser. Mein Tempo war konstanter, das war also ein positiver Schritt. In Rennen 2 hatten wir in den ersten Runden mehr zu kämpfen, weil ich etwas Hinterradschlupf hatte, aber im Laufe des Rennens konnte ich mein Tempo verbessern. Ich habe mich darauf konzentriert, konstanter zu fahren, und konnte meine beste Rundenzeit des Wochenendes fahren. Insgesamt gibt es einige kleine positive Aspekte, wie zum Beispiel, dass ich heute in die Punkte gefahren bin. Wir wissen, dass wir bislang nicht dort sind, wo wir hinwollen, also werden wir weiter hart arbeiten.»
Bitter: Nach dem Rennwochenende in Ungarn ist nach wie vor Testfahrer Tetsuta Nagashima mit sieben Punkten als WM-19. bester Honda-Pilot der Gesamtwertung. Der Japaner hatte Chantra auf Phillip Island vertreten und erreichte als Elfter im zweiten Rennen auch das beste Honda-Finish in diesem Jahr.
Die zweite Honda fuhr am vergangenen Wochenende Yuki Kunii, von dem keine Wunder zu erwarten waren. Der 23-Jährige fuhr in allen drei Rennen letzte Plätze ein.
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