Motocross-WM MXGP
Jacky Martens zum MXGP-Kalender: «So geht's nicht!»
Der belgische Ex-Weltmeister und Motocross-Teambesitzer Jacky Martens spricht über Fehlplanungen im WM-Kalender und verkehrte Herangehensweisen der Macher.
Die Motocross-WM hat am Wochenende nach der kurzen Sommerpause im tschechischen Loket wieder Fahrt aufgenommen. Im Hintergrund brodelt es aber ordentlich, denn die privaten Teams im WM-Paddock müssen in Tagen wie diesen, extrem hohe Betriebs- und Fixkosten wegstecken.
JM-Honda-Boss Jacky Martens ist nicht happy - auch der Kalender
Für Privatteams wie seine JM-Truppe sind die teils extrem komplizierten Reisen trotz Honda-Support mehr als heikel für das Budget. Martens knurrt: "Youthstream will ja künftig sechs Übersee-Events, dazu 14 in Europa." Der Belgier schlägt hingegen vor: "Es wären zwölf bis 14 Termine im WM-Kalender okay. Dazu könnte es dann an sechs weiteren Wochenenden freie Termine für Inter-Rennen geben. Jetzt fahren wir fast jede Woche einen Grand Prix!"
Der ehemalige 500er-Weltmeister Martens gibt zu bedenken: "Durch den dichten Kalender haben die anderen Veranstalter auch keine Chance mehr, gut besetzte Inter-Rennen zu organisieren. Das wird immer mehr aufhören. Dort holen sich aber junge Fahrer ihre ersten Erfahrungen und man kann auch Geld verdienen."
Auch zur Saison-Planung von Promoter Infront hat Martens Ansätze: "Man muss einfach immer einen Plan B oder C haben. In der MotoGP reagiert man immer sofort auf Probleme der lokalen Veranstalter. In der MotoGP wussten alle bereits Wochen früher, dass es in Finnland Probleme gibt."
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach