Markus Schlosser nach WM-Auftakt: «Bin brutal frustriert!»
Für Markus Schlosser war es nicht das Wochenende, wie er es sich als Titelanwärter erhofft hatte. Das Schweizer Seitenwagen-Ass musste beim WM-Auftakt feststellen, dass er sich beim verpokert hat.
In den letzten fünf Jahren war Markus Schlosser eine der dominierenden Erscheinungen in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft. 20 seiner 24 WM-Laufsiege fielen in diese Zeit. 2021 holte sich der Schweizer überlegen die WM-Krone, 2022, 2024 und 2025 wurde er Vize-Weltmeister, 2023 hatte er sich eine schöpferische Pause gegönnt.
Wenn man eine derart imposante Erfolgsbilanz vorweisen kann, gehört man in der neuen Saison auch automatisch zu den Titelanwärtern. Dementsprechend optimistisch ging es für den 54-jährigen Schlosser und sein Team zur ersten Veranstaltung der diesjährigen Serie nach Frankreich, doch die Ausbeute fiel alles andere als zufriedenstellend aus.
Schon im Zeittraining blieben Schlosser und sein Beifahrer Lucas Krieg als Sechster deutlich unter den hochgesteckten Erwartungen. Vor allem die fehlenden eineinhalb Sekunden zu seiner schnellsten Rundenzeit aus dem Vorjahr stellte den Schönbühler vor ein Rätsel. «Ich bin brutal frustriert! In Le Mans bin ich eigentlich immer schnell, aber es gibt nichts zu beschönigen, wir hatten dieses Jahr den Speed nicht», fiel sein Resümee recht knapp aus.
«Das Gespann wird auf den Stand Ende 2025 zurückgebaut»
«Das Rennwochenende bei der Auftaktveranstaltung in Le Mans im Rahmen des 24-Stunden-Rennens haben wir uns definitiv anders vorgestellt. Von Beginn an hatten wir mit zahlreichen Problemen zu kämpfen, die wir kurzfristig nicht in den Griff bekommen konnten. Vielleicht haben wir uns bei den Umbauten, die wir über den Winter vorgenommen haben, verpokert. Das wissen wir aber erst, wenn ich das Gespann auf den Stand von Ende 2025 zurückgebaut habe.»
Bis zur nächsten Station auf dem ehemaligen Grand-Prix-Kurs in Grobnik bei Rijeka gibt es für den ehrgeizigen Eidgenossen und sein Team einiges zu erledigen. «Jetzt geht es für uns zurück nach Hause, wo wir mit Hochdruck an Lösungen arbeiten werden – mit dem klaren Ziel, beim nächsten Rennen in Kroatien wieder konkurrenzfähig an den Start zu gehen.»
Mit 27 Zählern auf Harry Payne/Kevin Rousseau ist der Rückstand auf die Spitzenreiter beträchtlich. «Unter den gegebenen Umständen war es am Ende eine Schadensbegrenzung, wir konnten dennoch 23 wichtige Punkte mitnehmen. Nach so einem Wochenende heißt es entweder aufgeben oder weiterkämpfen. Mein Blick ist jetzt nicht auf den Stand der Weltmeisterschaft gerichtet, Ich konzentriere mich jetzt auf jedes einzelne Rennen.»
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