Motocross-WM MXGP
Tim Gajser (Yamaha): Motocross-Training bei Andrea Dovizioso
Mit einem 1-2-Ergebnis gewann der niederländische HRC-Werksfahrer Jeffrey Herlings den GP of Trentino und verkürzte damit seinen Rückstand zu WM-Leader Lucas Coenen (KTM) von 14 auf 4 WM-Punkte.
Zweiter Lauf der Klasse MXGP in Pietramurata, Grand Prix of Trentino: Der niederländische Husqvarna-Werksfahrer und MXGP-Rookie Kay de Wolf zog den Holeshot knapp vor WM-Leader Lucas Coenen (KTM) und Tom Vialle (Honda). Der slowenische Yamaha-Werksfahrer Tim Gajser startete im Bereich der Top-5, kämpfte sich aber schon in der ersten Runde an Oriol Oliver (KTM), Maxime Renaux (Yamaha) und Tom Vialle (Honda) vorbei und erreichte Platz 3. Jeffrey Herlings (Honda) startete nur im Bereich der Top-10.
Lucas Coenen nutzte in der vierten Runde einen Fehler von de Wolf und übernahm die Führung, die er bis zur Hälfte des Rennens halten konnte. In Runde 11 stürzte er in Führung liegend und fiel auf den 3. Platz zurück. Tim Gajser übernahm ab der 11. Runde die Führung vor dem inzwischen nach vorn gefahrenen Jeffrey Herlings.
Tom Vialle rangierte in diesem Rennen 6 Runden lang auf Platz 4, doch er flog an einer Bergab-Passage nach einer Rechtskehre über den Lenker ab und wurde am Boden von seinem eigenen Motorrad am Rücken getroffen. Zum Glück blieb er von schweren Verletzungen verschont. Der Franzose fiel zunächst auf Platz 8 zurück, konnte sich aber noch bis auf Rang 6 nach vorne kämpfen. Mit einem 3-6-Resultat stand Vialle am Ende des Tages auf dem dritten Podiumsrang.
In den letzten Runden witterte Jeffrey Herlings seine Chance und attackierte Leader Tim Gajser, doch der Slowene ließ sich in keinen Fehler treiben und gewann den zweiten Lauf mit einem Vorsprung von 4,2 Sekunden vor Herlings und Coenen. Mit den zahlreich erschienenen slowenischen Fans feierte er seinen ersten Laufsieg auf Yamaha. Jeffrey Herlings gewann mit einem 1-2-Ergebnis den Grand Prix of Trentino. Tim Gajser wurde mit einem 4-1-Resultat Zweiter.
Der Sieg im zweiten Lauf machte Tim Gajser umso glücklicher, da er nach seinem heftigen Abflug vor einer Woche in Riola Sardo noch immer unter Schmerzen leidet. «Jetzt bin ich froh, dass wir eine Pause haben», erklärte er nach dem Rennen. «Ohne intensive Physiotherapie hätte ich heute wohl keine Chance gehabt. Der Knoten ist endlich geplatzt und wir haben den ersten Laufsieg für Yamaha errungen.»
WM-Leader Lucas Coenen reiste mit einem Vorsprung von 14 Punkten an, die nach dem 5. Grand Prix der Saison 2026 auf 4 Punkte eingedampft wurden. Dennoch konnte Lucas, der in beiden Läufen stürzte, am Ende des Tages Schadensbegrenzung betreiben. Er wird auch beim nächsten Rennen in Lacapelle-Marival mit dem Red Plate des WM-Führenden antreten.
Kawasaki-Werksfahrer Romain Febvre, der im ersten Lauf den Holeshot gezogen hatte, weil er trotz Gatepick 38 noch einen guten Startplatz in der Mitte der Startanlage ergattern konnte, musste im zweiten Lauf von ganz außen starten, von wo aus ihm natürlich kein guter Start gelang. Der Titelverteidiger musste sich von außerhalb der Top-20 mühsam nach vorne kämpfen und beendete das Rennen auf Rang 12. Mit einem 2-12-Ergebnis wurde er Sechster der Grand-Prix-Wertung und fiel damit in der WM-Tabelle von Platz 4 auf Rang 5 zurück. Kay de Wolf (Husqvarna) verfehlte mit einem 7-4-Ergebnis das Podium nur knapp, verbesserte sich aber in der WM-Tabelle von Platz 9 auf 8.
Der deutsche Sarholz-Pilot Tom Koch startete auf Platz 10 sehr gut in den zweiten Lauf, fiel dann aber in den ersten Runden auf Platz 20 zurück. Tom konsolidierte im Verlaufe des Rennens seinen Rhythmus und beendete den zweiten Lauf schließlich auf Platz 17, was ihm 4 weitere WM-Punkte einbrachte. Mit insgesamt 8 Punkten rangiert der Thüringer damit als bester deutscher MXGP-Pilot auf WM-Rang 23. Brian Hsu und Cato Nickel beendeten den zweiten Lauf auf den Rängen 24 und 26 außerhalb der Punkteränge.
Der schweizerische Ducati-Werksfahrer Jeremy Seewer hatte im Trentino erneut ein rabenschwarzes Wochenende. Den zweiten Lauf musste er nach 7 Runden auf Platz 18 liegend aufgeben und ging damit wie schon zuvor in Riola Sardo leer aus. Auch Nico Greutmann (Honda) verfehlte auf Platz 27 die Punkteränge. Ducati-Werksfahrer Calvin Vlaanderen beendete den Grand Prix mit einem 13-9-Ergebnis auf Gesamtrang 12.
Die WM 2026 legt jetzt eine vierwöchige Pause ein und geht erst am 23.-24. Mai in Lacapelle-Marival (Frankreich) in ihre 6. Runde. Danach folgt schon der Grand Prix of Germany am 30.-31. Mai im Talkessel von Teutschenthal mit dem 7. von 19 Meisterschaftsläufen.
Jeffrey Herlings (NL), Honda, 1-2
Tim Gajser (SLO), Yamaha, 4-1
Tom Vialle (F), Honda, 3-6
Kay de Wolf (NL), Husqvarna, 7-4
Maxime Renaux (F), Yamaha, 5-5
Romain Febvre (F), Kawasaki, 2-12
Lucas Coenen (B), KTM, 12-3
Ruben Fernandez (E), Honda, 9-7
Oriol Oliver (E), KTM, 8-10
Pauls Jonass (LV), Kawasaki, 11-8
Andrea Adamo (I), KTM, 6-13
Calvin Vlaanderen (NL), Ducati, 13-9
Thibault Benistant (F), Honda, 10-18
Jan Pancar (SLO), KTM, 15-14
Kevin Horgmo (N), Honda, 19-11
Alberto Forato (I), Fantic, 14-19
Mattia Guadagnini (I), KTM, 18-16
Roan van de Moosdijk (NL), KTM, 20-15
Andrea Bonacorsi (I), Ducati, 16-22
Tom Koch (D), KTM, 24-17
Lucas Coenen (B), KTM, 231
Jeffrey Herlings (NL), Honda, 227, (-4)
Tom Vialle (F), Honda, 206, (-25)
Tim Gajser (SLO), Yamaha, 198, (-33)
Romain Febvre (F), Kawasaki, 191, (-40)
Maxime Renaux (F), Yamaha, 178, (-53)
Ruben Fernandez (E), Honda, 146, (-85)
Kay de Wolf (NL), Husqvarna, 144, (-87)
Andrea Adamo (I), KTM, 138, (-93)
Calvin Vlaanderen (NL), Ducati, 110, (-121)
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