Jan Pancar (KTM): Erst Podiums-Sensation – dann Pech
KTM-Privatier Jan Pancar war beim Motocross-Grand-Prix im tschechischen Loket nach dem sensationellen dritten Rang auf dem Sprung auf das Tagespodium. In Durchgang 2 hatte er dann Pech.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Der slowenische KTM-Fahrer Jan Pancar sorgte am Sonntag in Loket für eine Sensation. Der Privatier, der mit seinem Vater und manchmal auch mit Mutter und Freundin mit Wohmobil und Anhänger durch die Motocross-Welt reist, zeigte, dass auch mit seriennahem Material in der MXGP-Kategorie Sensationen möglich sind. Der 25-Jährige sicherte sich in Lauf 1 nach einer starken und konstanten Fahrt hinter dem souveränen Lucas Coenen (Red Bull KTM) und Ruben Fernandez (Honda) Rang 3.
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Pancar fuhr bis kurz vor Schluss von Lauf 1 sogar auf Platz 2, ehe ihn Honda-Mann Ruben Fernandez dann doch noch verdrängen konnte. Wenige Meter vor Fernandez hatte auch WM-Leader Romain Febvre – nach einer halben Stunde vergeblicher Mühe – einen Weg an Pancar vorbei gefunden. Der Franzose musste aber in der letzten Runde zu Boden und wurde am Ende nur Fünfter. Der groß gewachsene Pancar wurde nach Lauf 1 im Fahrerlager von den Fans frenetisch beklatscht und musste wie ein Top-Star für Fotos herhalten. Dann wurde es auch emotional, als er und sein Vater Igor sich im Jubel umarmten. 26 Stunden verbrachte die Familie für den Loket-GP für An- und Abfahrt.
Im zweiten Lauf war Pancar erneut gut gestartet und fuhr auf Rang 6. Doch dann schlug das Pech beim Mann aus Novo Mesto zu. "Es war im Nachhinein ein bittersüßes Wochenende", stellte Pancar fest. "Im zweiten Lauf fuhr ich auf Rang 6, als mir in einer Kurve der Gang herausgesprungen ist und ich kurz zu Boden musste. Ich bin auf Platz 9 weitergefahren. Ein paar Runden später ist die Kette runtergesprungen. Ich konnte sie wieder auf das Ritzel bringen und bin das Rennen auf Platz 16 zu Ende gefahren. Danke an alle Fans für die ganzen Nachrichten!"
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Dass die Leistung von Pancar auf der Traditionsstrecke von Loket keinesfalls ein Zufall war, zeigte der Slowene schon am Samstag mit der drittschnellsten Zeit im gezeiteten Training. Dazu kurios: Ausgerechnet in Loket hatte Pancar die Ehre, für den Streaming-Dienst MXGP-TV.com von Promoter Infront Moto Racing die GoPro-Kamerafahrt zu absolvieren.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Ergebnis MXGP Lauf, Loket:
1. Lucas Coenen (B), KTM, 1-2 2. Romain Febvre (F), Kawasaki, 5-1 3. Glenn Coldenhoff (NL), Fantic, 4-3 4. Ruben Fernandez (E), Honda, 2-7 5. Isak Gifting (S), Yamaha, 7-4 6. Jeremy Seewer (CH), Ducati, 8-6 7. Calvin Vlaanderen (NL), Yamaha, 11-5 8. Jago Geerts (B), Yamaha, 9-8 9. Jan Pancar (SLO), KTM, 3-16 10. Brian Bogers (NL), Fantic, 10-10 11. Ben Watson (GB), Beta, 12-12 12. Adam Sterry (GB), KTM, 13-14 13. Maxime Renaux (F), Yamaha, 6-28 (DNF) 14. Mattia Guadagnini (I), Ducati, 17-11 15. Andrea Bonacorsi (I), Fantic, 29-9 16. Quentin Marc Prugnieres (F), Honda, 16-15 17. Tom Koch (D), Beta, 15-17 18. Roan van de Moosdijk (NL), KTM, 14-18 19. Brent van Doninck (B), Honda, DQ-13 20. Kevin Brumann (CH), Husqvarna, 20-19 21. Noah Ludwig (D), KTM, 19-20 … DNS: Cato Nickel (D), Husqvarna DNS: Cornelius Toendel (N), Honda DNS: Alberto Forato (I), Honda DNS: Kevin Horgmo (N), Honda DNS: Jeffrey Herlings (NL), KTM DNS: Pauls Jonass (LT), Kawasaki DNS: Tim Gajser (SLO), Honda WM-Stand nach 14 von 20 Läufen:
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