Max Nagl (Sarholz KTM): Wieder Champagner gerochen
Sarholz-KTM-Pilot Max Nagl wetzte im Superfinale von Mantova sensationell auf den zweiten Platz hinter Ikone Tony Cairoli. «Es war ein geiler Tag» jubelte der Weilheimer hinterher.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Für den deutschen MXGP-Star Max Nagl brachte der Sonntag in Mantova eine echte Überraschung. Der 31-jährige Weilheimer fuhr im Superfinale mit einer makellosen Leistung auf Rang 2 hinter Lokalmatador Tony Cairoli (33) auf der Red Bull-KTM.
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"Super, wenn sich Änderungen auszahlen, es war ein geiler Tag", strahlte Nagl wenige Minuten nach dem Rennen und der Podiumszeremonie, bei der er sein Bike neben den Werksmotorrädern von Cairoli und MX2-Champion Jorge Prado geparkt hatte. Somit standen nach dem Höhepunkt des Tages gleich drei orange Bikes unter dem Podium. Nagl hatte vor dem Superfinale am frühen Nachmittag im MX1-Rennen bereits einen mehr als soliden fünften Platz eingefahren und Arnaud Tonus überholt. Dennoch ließ er danach an der WP-Luft-Gabel kleine Adaptionen am Set-up durchführen, die sich auf der sandigen Piste eine Stunde später tadellos bewährten.
"Ich bin wieder mal neben Tony gestanden und habe auch den Champagner gerochen, das ist eine Zeit lang her", stellte Nagl mit einem verschmitzten Lächeln fest. "Jetzt kann ich beruhigt nach Hause fahren und mich ein paar Tage ausruhen, bevor es wieder weitergeht."
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Auch Nagls Vater Hubert war nach dem Superfinale begeistert, zumal sein Sohn mit einem Standard-Bike unterwegs war: "Max ist im zweiten Rennen ganz am Ende noch Rundenzeiten unter zwei Minuten gefahren. Das ist der Max, den wir kennen."
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Nagl wetzte nach einem bescheidenen Start, bei dem er von Cairoli kurz eingeklemmt wurde, von Platz 8 bis kurz vor Rennmitte auf Platz 2 nach vorne. Auf seiner Jagd überholte er unter anderem Simone Furlotti, Arnaud Tonus, Jorge Prado und KTM-MX2-Werks-Rookie Tom Vialle innerhalb kürzester Zeit. MX2-Weltmeister Prado kam später wieder näher an Nagl heran, trotz mehrerer Attacken des Spaniers hielt der Deutsche Platz 2 aber bis zum Zielstrich.
Nagl legte mit flüssiger Fahrweise in einigen Passagen immer wieder entscheidende Meter zwischen sich und dem im Finish angriffslustigen Prado: "Ich war im Superfinale relativ schnell auf Platz 2 und wusste dann, dass Prado hinter mir ist. Ich habe trotzdem nicht alles riskiert, weil ich das Rennen sauber ohne Probleme fertig fahren wollte. Auch wenn mich Prado überholt hätte, wäre das kein Drama für mich gewesen. Was noch gut ist: Ich bin nicht müde und hätte noch zehn Minuten so weiterfahren können." Ergebnis MXGP Mantova: 1. Tim Gajser (SLO), Honda 2. Romain Febvre (FRA), Yamaha 3. Antonio Cairoli (ITA), KTM 4. Gautier Paulin (FRA), Yamaha 5. Max Nagl (GER), KTM 6. Arnaud Tonus (SUI), Yamaha 7. Tanel Leok (EST), Husqvarna 8. Erki Kahro (EST), KTM 9. Samuele Bernardini (ITA), Yamaha 10. Sven van den Mierden (NED) Yamaha 11. Matiss Karro (LAT), Husqvarna 12. Brian Bogers (NED), Honda, Yamaha ... 25. Nicolas Bender (SUI), Husqvarna ... 39. (DNF), Benoit Paturel 40. (DNF), Arminas Jasikonis (LTU), Husqvarna
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