Diggia sieht Ducati im Hintertreffen: «Abstand zur Konkurrenz ist groß!»
Nach chaotischem Wochenende steht am Ende ein vierter Platz nach Fabio Di Giannantonios MotoGP-Sonntag in Austin – als bester Pilot einer GP26. Für Ducati sieht das VR46-Ass die Felle davonschwimmen.
Erster Platz in der Startaufstellung für beide Rennen, am Sonntag Markenkollege Marc Marquez durch eine Long-Lap-Strafe gehandicapt. Beste Voraussetzungen für VR46-Ass Fabio Di Giannantonio, um seinen Status als bestes Pferd im Stall der Bologneser Marke in der WM-Wertung zu zementieren. Von Erfolg gekrönt war das Sprintrennen in Austin nicht – Sturz sei Dank. Und auch im Grand Prix am Sonntag fehlte für den Römer einiges für eine Position ganz vorn: Zwar kam er ins Ziel, und das auch als bester Pilot einer Desmosedici GP26, für das Podium reichte es dennoch nicht. Nach dem Start wurde «Diggia» zurückgereicht und kam nach Duellen mit beiden Werks-Ducati auf dem vierten Platz aus der ersten Runde zurück – vor Marc Marquez und Francesco Bagnaia.
Schnellster Athlet auf der Rakete aus Borgo Panigale zu sein, sei für den Italiener jedoch nicht entscheidend, so lange es nicht für die Plätze ganz vorn reicht: «Bester Ducati-Pilot zu sein ist gut. Aber viel wichtiger ist, dass wir die Lücke zum Rest schließen, denn der Abstand zur Konkurrenz ist inzwischen groß!» Dabei bekam Di Giannantonio in Austin Anschauungsunterricht von gleich zwei Konkurrenzteams: «Als ich hinter den Aprilia und hinter Pedro Acosta gefahren bin, konnte ich mein Motorrad nicht so verzögern wie sie es konnten!»
Der 27-Jährige holte im Mediengespräch nach dem Sonntagsrennen in Texas zur Brandrede aus. Die Liste der nötigen Verbesserungen an seinem Arbeitsgerät sei lang: «Wir müssen einiges tun! Wir müssen härter bremsen können und dazu in der Lage sein, mehr Geschwindigkeit in die Kurven mitzunehmen und müssen uns überhaupt mehr um das Gefühl für das Vorderrad kümmern. Eines unserer Probleme ist, dass unser Fokus zuletzt zu sehr auf der Nutzung des Hinterreifens lag. Doch sobald der abgefahren ist, kriegen wir unser Tempo nicht mehr auf die Strecke. Wir haben viel Arbeit vor uns für die nächsten Rennen!»
Sich selbst sieht der Fahrer mit der Nummer 49 in Bestform: «Das Positive überwiegt! Ich bin auf einem Niveau mit den Top-Fahrern der Marke und gut drauf, auch wir als Team machen einen fantastischen Job. Nur das Motorrad passt nicht im Moment!»
Durch seinen vierten Platz am Sonntag vor dem neunfachen Weltmeister ist Fabio Di Giannantonio nach Abschluss des MotoGP-Wochenendes in Texas weiterhin bestplatzierter Pilot auf einer Ducati, fünf Zähler vor Werkspilot Marc Marquez und zehn Punkte hinter Pedro Acosta.
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