KTM-Pilot Maverick Vinales (20.): «Es war eine Erleichterung!»
KTM-Tech3-Ass Maverick Vinales konnte bei seinem Comeback in Barcelona am Freitagnachmittag noch nicht um die Top-10 kämpfen. Er sprach danach über die Fortschritte, die er körperlich gemacht hat.
Nachdem Maverick Vinales in dieser Woche doch etwas überraschend sein Comeback verkündet hatte, wurde der Red-Bull-KTM-Tech3-Pilot am Freitag ernüchtert. Am Ende der historischen engen Nachmittags-Session der MotoGP in Barcelona blieb dem 31-jährigen Spanier schlussendlich nur Rang 20 – mit einer Sekunde Rückstand auf Bestzeithalter und Markenkollege Pedro Acosta. Fast sieben Zehntel fehlten «Top Gun» auf seinen Teamkollegen Enea Bastianini, der die Top-10 hauchdünn verpasste.
Für Vinales war Barcelona an und für sich eine gute Option für das Comeback, dass die Abstände dann derart eng sein würden, hätte auch er nicht erwartet. «Es war positiv und einer Erleichterung, ehrlich gesagt. Nach der ersten Operation war es noch so schwierig, sich hinter die Verkleidung zu klemmen und es war schmerzhaft. Heute war es so einfach, die Schulter fühlte sich auch gut an. Ich bin happy und optimistisch, dass die Schulter gut reagieren wird.»
Vinales weiter: «Sicher bin ich noch nicht ganz gesund und auf einer Skala noch nicht bei 10. Vor zwei Wochen konnte ich meine Hand noch nicht hochhalten – aber es hat sich sehr verbessert. Die Muskeln müssen jetzt noch ordentlich arbeiten – es fehlt noch etwas an Explosivität, das ist der größte Faktor. Normalerweise bin ich in den schnellen Sektoren sehr schnell, heute war ich wirklich noch vorsichtig – mit einem Gang niedriger. Ich muss die Ergebnisse etwas beiseiteschieben. Die KTM erfordert auch einen anderen Stil auf der Bremse, darauf muss ich mich wieder einstellen, ich bin ja zuletzt wenig gefahren – hauptsächlich alleine.»
Vinales braucht noch Zeit
«Es war ein Tag, den ich gut beendet habe. Ich wollte auch Fehler vermeiden und es auch nicht übertreiben», meinte der Routinier. «Auf einer Piste mit mehr Grip wäre ich näher dran – hier rutscht man schnell weg, das wollte ich vermeiden. Woanders kommt man leichter ans Limit. Es fühlt sich manchmal wie auf Eis an. Ich wollte auch keine Rückschritte machen. Das Motorrad arbeitet gut, die Traktion war gut. Das bedeutet, das Bike hat Potenzial. Ich muss mich noch mehr anpassen und brauche mehr Kraft, um die Reifen auszureizen.»
Zur möglichen Reifenwahl für das Rennen sagte Vinales: «Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem weichen und mittleren Hinterreifen. Ich bevorzuge den weichen Reifen, der wird aber die Renndistanz wohl nicht schaffen. Aber er hat gut gearbeitet und gab mir ein gutes Gefühl.» Und zu seiner persönlichen Statistik sagte Vinales: «Ich habe 15 Jahre lang kein Rennen verpasst – jetzt sind es elf Rennen in zwei Jahren.»
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