Dirk Heidolf: «Honda hat Miller nicht Kopf verdreht»
In den letzten sechs Rennen stand KTM-Star Jack Miller nur zweimal auf dem Podest. Hat ihm die Aufregung um seinen MotoGP-Deal zugesetzt? SPEEDWEEK.com sprach mit Millers ehemaligem Teamchef.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Seit dem Sachsenring-GP war Jack Miller nicht mehr siegreich. In Aragón verlor der Australier dann die WM-Führung an Honda-Pilot Alex Márquez. Den Japan-GP schloss Miller nur auf Rang 5 ab, nachdem er das Rennen lange anführte und in der letzten Runde durch einen Fehler mit Ajo-Teamkollege Danny Kent kollidierte.
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"Die Meisterschaft würde ganz anders aussehen, wenn Jack nicht diese Fehler unterlaufen wären. Trotzdem sieht man, dass er etwas unkonzentriert ist. In den letzten Rennen dominierte er nicht so wie am Anfang des Jahres. Ich glaube, dass Márquez und Miller ähnlich viel Talent haben. Es kommt oft auf Glück und Tagesform an", erklärte Heidolf. Über das Talent von Miller und Márquez urteilte Heidolf: "Jack ist ein typischer Aussie und sehr flippig. Márquez kommt aus der Alzamora-Schule, man sieht, dass er auf die Arbeit getrimmt ist. Doch beide sind vom Talent her ähnlich."
Hat Honda Miller mit dem MotoGP-Angebot den Kopf verdreht? "Nein, das glaube ich nicht. Meiner Meinung nach lässt sich Jack dadurch nicht beeinflussen. Im letzten Jahr bei uns hat er die Verhandlungen mit Ajo auch früh geführt und den Vertrag unterschrieben, trotzdem fuhr er am Saisonende die besten Rennen. Doch irgendwas stimmt gerade nicht. Im letzten Jahr hatten wir auch diese Probleme. Es hat ihm auch zeitweise das richtige Gefühl gefehlt. Ich persönlich denke: ‹Nein, Honda hat ihm nicht den Kopf verdreht.›"
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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