Ducati: Cal Crutchlow 20 sec langsamer als Dovizioso
Im Resultat des MotoGP-Rennens in Indianapolis trennen die Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso (7.) und Cal Crutchlow (8.) nur ein Platz. In Wirklichkeit war es eine Welt.
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"Wenn mir jemand am Freitag Rang 8 angeboten hätte, hätte ich ihn genommen", meinte Cal Crutchlow, als er sich mit SPEEDWEEK.com in Indianapolis unterhielt. "So weit hinter dem Sieger ins Ziel zu kommen ist aber enttäuschend wie immer."
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Der Ducati-Werksfahrer verlor in den 27 Runden beinahe 40 sec auf Sieger Marc Márquez (Repsol Honda) – doppelt so viel wie Teamkollege Andrea Dovizioso. "Nach der Operation an meinen beiden Unterarmen ging es für mich darum durchzufahren", unterstrich der Engländer. "Indianapolis ist ein schwieriges Rennen, körperlich anstrengend. Ich bin positiv überrascht, wir erlebten keine Dramen. Ich verlor mein Rennen in den ersten zehn Runden, danach war meine Pace okay." Rennen für Rennen wird Crutchlow von Dovizioso vorgeführt, seinen Zwei-Jahres-Vertrag mit Ducati lässt er deshalb zum Ende der Saison auflösen und ersetzt 2015 bei LCR Honda Stefan Bradl.
"Dovi kann ab der ersten Runde schnell fahren, auch im Qualifying, ich kann das nicht", analysierte der Supersport-Weltmeister von 2009. "So ist das schon das ganze Jahr. Das war im ersten Rennen so und seither hat sich nichts geändert. In den letzten zehn Runden kann ich gleichbleibende Zeiten fahren, ich muss nur besser ins Rennen kommen. Aber in den ersten fünf Runden, wenn der Grip der Reifen gut ist, fehlt es mir an Vertrauen ins Motorrad, um diesen zu nützen."
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Weil Ducati nach Open-Reglement antritt, bekommen sie von Bridgestone weichere Reifen. In bislang allen Rennen in diesem Jahr stellte sich das als Nachteil heraus, weil der weiche Reifen keine Renndistanz durchhält.
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"Hätten wir den härteren Reifen nehmen dürfen, hätten wir das getan", versicherte Crutchlow. "Der weiche hatte genau eine Runde Grip. Aber wir müssen mit dem zurechtkommen, was wir haben. Ich habe zu Bridgestone gesagt, dass ich von diesem Reifen recht beeindruckt bin. Innerhalb der ersten zehn Runden lässt er zwar kontinuierlich nach, die letzten 17 Runden war er aber konstant. Er hatte nie viel Grip, aber wenigstens war er konstant."
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