Jorge Martin: «Werde versuchen, mit einem gebrochenen Handgelenk zu fahren»
MotoGP-Ass Jorge Martin erhielt von den Ärzten die Freigabe, um am Freitag in Malaysia auf die Strecke zu gehen. Ob er das Rennwochenende mit dem gebrochenen Handgelenk bestreiten kann, ist ungewiss.
Bei seinem Crash im MotoGP-Sprint auf Phillip Island hatte sich Jorge Martin die rechte Speiche gebrochen. In den letzten Tagen setzte der Aprilia-Pilot mit seinem Ärzte- und Physiotherapeuten-Team alles daran, um beim Rennwochenende in Sepang antreten zu können.
Diesbezüglich wurde am Donnerstag einen Etappensieg erzielt: Der «Martinator» erhielt beim medizinischen Check in Malaysia grünes Licht für die Teilnahme am ersten freien Training am Freitag. Danach muss sich der Spanier noch einmal untersuchen lassen.
Wie fühlt er sich? «Es könnte mir schlechter gehen, aber auch besser. Aber ja, jetzt haben wir den ersten Schritt geschafft, nämlich zu versuchen, zu fahren, und dann schauen wir mal, wie meine Verfassung ist, wie ich mich fühle, und dann entscheiden wir, wie es weitergeht – ob ich beim Grand Prix weitermache oder nicht», meinte Martin am Donnerstag.
Dass Martin nur wenige Tage nach seinem folgenschweren Sturz wieder auf seine RS-GP steigen wird können, grenzt an ein kleines Wunder. Es wird sich zeigen, wie es ihm mit seinem lädierten Unterarm unter Belastung auf der Rennstrecke ergehen wird. Nach einigen Runden wird er besser einschätzen können, was möglich ist. «Genau. Ich werde versuchen, mit einem gebrochenen Handgelenk zu fahren, also wird es auf jeden Fall sehr schwer und sehr schmerzhaft sein», blickte Martin voraus. «Ich werde es auf jeden Fall versuchen, weil ich im Titelkampf stehe – sonst würde ich einen Monat lang mit einem Gips zu Hause sitzen. Aber das Einzige, was ich tun kann, ist es, es zumindest zu versuchen. Deshalb bin ich hier. Ich muss mir ein Bild machen, ich muss auf die Strecke gehen. Mal sehen, inwieweit das meinen Fahrstil einschränkt. Es ist ja die rechte Hand, mit der ich bremse und Gas gebe. Es ist eine Strecke mit vielen Rechtskurven. Insgesamt sieht es also nicht besonders gut aus, aber wir werden es morgen sehen.»
«Ich bin nicht wirklich optimistisch, aber auch nicht allzu pessimistisch, denn nach fünf Tagen bin ich hier und kann fahren. Das ist schon verrückt», führte der MotoGP-Weltmeister von 2024 weiter aus. «Ich habe in dieser Woche alle Therapien gemacht, die ich konnte, um hier in bestmöglicher Verfassung zu sein. Mal sehen, wie weit ich komme. Ich denke nicht an die Meisterschaft, ich denke nicht an Samstag oder Sonntag. Ich denke an morgen – ich versuche einfach zu fahren, dann mache ich den nächsten Schritt. Im Moment fühle ich mich noch nicht wirklich sicher genug für ein Rennen, aber alles ist möglich, und ich spüre auf jeden Fall, dass ich mich im Laufe der Tage deutlich verbessert habe. Was den Heilungsprozess des Knochens angeht – der ist nun mal so, wie er ist, und ich muss noch ein paar Tage abwarten.»
In der WM-Tabelle liegt Jorge Martin vor den letzten vier Grands Prix zehn Punkte hinter Marc Marquez (Ducati). Der MotoGP-Champion hat mit seinem Sieg im Sprint in Australien die WM-Führung übernommen.
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