Marco Bezzecchi nach Crash: «Es ist meine Aufgabe zu attackieren – immer!»
Marco Bezzecchi hatte alle Sitzungen in Buriram mit der Bestzeit abgeschlossen. Doch im ersten MotoGP-Sprint reichte ein winziger Fehler und die schwarze Werks-Aprilia verschwand im Nichts.
Platz 1 im FP1, Bestzeit im Zeittraining, trotz zweier Stürze Pole-Position – die Chancen auf einen Triumph von Marco Bezzecchi beim ersten Schlagabtausch 2026 standen ausgezeichnet. Und zunächst deutete auch viel auf das Aprilia-Fest in Thailand hin. Nach gutem Start und Platz 2 in der ersten Kurve überstand Leader Marc Márquez nicht einmal Runde 1. In einem kurzweiligen Duell ging es hin und her, doch nur wenige Kilometer. In der langsamen Kurve 9, das Feld befand sich erst im zweiten Umlauf, überstand Bezzecchi einen langen Vorderradrutscher nicht. Da die RS-GP nicht mehr lief, war das Aus nach neuem Regelwerk besiegelt. Null Punkte.
Die Niederlage nahm der Italiener sportlich: «Es tut mir leid gestürzt zu sein, aber das gehört dazu. Wir fahren permanent am Limit. Das unterscheidet die Besten von den guten Fahrern und heute zählte ich wohl nicht zu den Besten Ich ärgere mich, aber es hilft nichts, ich versuche weiter, das Beste aus dem Event herauszuholen.»
Bezzecchi erklärte den Ausrutscher: «Ein kleiner Fehler, ich bin innen leicht auf den weißen Strich gekommen, den Rutscher am Vorderrad konnte ich nicht mehr abfangen – als ich wieder am Gas war, habe ich die Kontrolle verloren und da ich unter dem Motorrad war, konnte ich nichts mehr ausrichten.»
Auf die Frage, ob der etwas zu früh attackiert habe, antwortete der Racer aus Rimini mit spitzer Zunge: «Wisst ihr, von außen könnte man meinen, der Bezzecchi hätte nach den Ergebnissen alles im Griff und fährt mit einer Hand. Die Wahrheit ist – ich fahre wie ein Bastard, immer. In jeder Session attackieren wir vom ersten Meter. Es war meine Aufgabe, nach dem Start eine Lücke zu schaffen. Ich hätte genauso gestern stürzen können. Es gibt keine andere Vorgehensweise als anzugreifen.»
Klare Worte des Aprilia-Werksfahrers, der nach Platz 3, 4 und 5 noch Applaus für seinen Arbeitgeber spendete: «Ich bin glücklich für das Werk, Aprilia macht einen unglaublichen Job. Aber noch wichtiger ist es jetzt, mich wieder nach vorne zu bringen. Beim GP geht es anders zu, es wird eine große Herausforderung, speziell für den Vorderreifen, und wir müssen bis zum Start noch viel analysieren und besprechen.» Und weg war der Lockenkopf, der vor Rennen 2 statt an der Spitze nun am Ende der MotoGP-Tabelle 2026 steht.
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