WM-Leader Marco Bezzecchi mit Schadensbegrenzung: «Es fehlt überall etwas!»
Mit Glück kam Marco Bezzecchi im MotoGP-Sprintrennen von Catalunya am Samstag noch in die Punkte. Dank Sturz des Hauptkontrahenten in der WM-Tabelle konnte das Aprilia-Ass die Führung aber ausbauen.
Schadensbegrenzung für den WM-Führenden! Zwar verlief der Start ins Wochenende für Marco Bezzecchi holprig, doch immerhin konnte sich der Aprilia-Star, im Gegensatz zu Teamkollege und Kontrahent Jorge Martin, am Freitag direkt einen Platz für das Q2 am Samstag sichern.
Doch die Geschichte in der Quali am Samstagvormittag war für den Italiener schnell auserzählt: Nur eine gezeitete Runde konnte «Bezz» in den Asphalt brennen, bevor er fünf Minuten vor Ende der Einheit zu Fall kam und keinen weiteren Umlauf fahren konnte.
Bezzecchi: Habe Crash nicht kommen sehen
Bezzecchi: «Ich habe den Crash nicht kommen sehen, denn ich habe nur ein kleines bisschen mehr riskiert als davor. Aber wir Piloten sind immer im Grenzbereich unterwegs und manchmal auch darüber hinaus. Dann reicht eine Kleinigkeit aus, um zu stürzen.»
Von Startplatz 12 ging es ins Sprintrennen für den 27-Jährigen, der sich bis auf Platz 6 vorarbeitete, jedoch sichtbar weder Rhythmus noch Vertrauen in sein Arbeitsgerät fand. Eine spezielle Schwachstelle hätte seine Aprilia RS-GP in Montmelo nicht, das Zwischenfazit des aktuellen Wochenendes klingt aber alarmierend vom aktuellen WM-Spitzenreiter: «Ich war langsamer als die Fahrer um mich herum. Beim Anbremsen, am Kurveneingang, in den Beschleunigungszonen – mir fehlt überall etwas!»
«Hat nicht gereicht»
Für einen Angriff auf einen Podiumsplatz reichte es nicht mehr, der Mann mit der Nummer 72 kämpfte gegen Ende des Rennens mit stumpfen Waffen: «Ich habe versucht, alles herauszuholen, es hat aber nicht gereicht. Wenn man permanent an der Grenze des Möglichen fährt, dann überanstrengt man die Reifen.»
Stattdessen musste sich der italienische Moto3-Meister am Ende des Rennens gegen Angriffe von hinten erwehren – erfolglos. In der letzten Runde war der dreimalige Grand-Prix-Sieger kurzzeitig sogar außerhalb der Punkte unterwegs, konnte aber durch einen Fehler von Vordermann Enea Bastianini noch auf Rang 9 vorrücken und so den letzten WM-Zähler des Samstags einheimsen, während sein Teamkollege, der «Martinator» früh zu Sturz kam.
Durch den neunten Rang konnte Marco Bezzecchi mit 129 Punkten seinen Vorsprung auf Teamkollege Jorge Martin von einem auf zwei Zähler ausbauen. Schadensbegrenzung also.
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