Superbike WM • Neu
Sam Lowes kritisiert Surras Respektlosigkeit: «Das wird er noch lernen!»
Yari Montella zeigt schon die ganze Saison hervorragenden Speed in der Superbike-WM. Nach Stürzen zum Auftakt kann er diesen inzwischen in Podestplätze ummünzen, wie er auch in Most zeigt.
Mit Platz 2 im ersten Rennen auf Phillip Island hatte Yari Montella einen grandiosen Start in die Superbike-WM 2025, doch dann folgten drei Stürze in den ersten sechs Läufen. Seit dem vierten Event in Ungarn hat er sich gefangen und knüpft an die dort gezeigten Leistungen in Tschechien an diesem Wochenende nahtlos an.
Seinem Barni-Teamkollegen Alvaro Bautista hat er den Rang abgelaufen, was auch an seinen viel besseren Leistungen im Qualifying liegt. Nach seinem dritten Platz im ersten Rennen in Most fehlt Montella in der Gesamtwertung nur noch ein Punkt zum Dritten Sam Lowes (Marc VDS Ducati), der von Alberto Surra (Motocorsa Ducati) abgeräumt wurde.
Weit enteilt sind im WM-Stand die beiden Ducati-Werksfahrer Nicolo Bulega und Iker Lecuona. Der Italiener gewann alle bislang 13 Rennen, zehnmal stand der Spanier als Zweiter neben ihm auf dem Podest!
So war es auch im ersten Rennen in Most: Drei Runden lang konnte sich Montella zwischen Bulega und Lecuona auf Platz 2 halten, dann fuhren sie ihm davon. Die restlichen 18 Runden musste der 26-Jährige ohne Gesellschaft abspulen.
«Um mit den ersten zwei mitzuhalten, hatte ich nicht die Pace. Also verwaltete ich meinen Vorsprung auf die anderen», schilderte Montella seine Taktik. «Ich hätte über das Limit gehen müssen, um vorne mitzuhalten. Und inzwischen ist mir klar: Der einzige Weg, um uns zu verbessern, ist, die Rennen fertig zu fahren. Wir brauchen die Runden und die daraus resultierenden Daten. In Australien hatte ich ein Problem und in Portimao verlor ich den Fokus, deshalb bin ich gestürzt. Nach diesen Rennen habe ich zuhause viel Zeit mit der Analyse des Wochenendes verbracht, weil ich immer den Speed für gute Platzierungen hatte. Ich weiß, welche Fehler ich gemacht habe und möchte mich verbessern.»
«Daran arbeite ich jeden Tag», unterstrich der Ducati-Privatier. «Der Fokus in meiner Karriere, in meinem Leben, liegt auf dem Motorradfahren. Ich will so schnell wie möglich fahren, dafür muss ich mich mit mir selbst vergleichen. Wenn das dafür reicht, dass ich um den dritten Platz in der Meisterschaft kämpfen kann, dann ist das schön. Denn das bedeutet, dass mir gegenüber dem Vorjahr ein großer Schritt nach vorne gelungen ist. Aber das ist erst das fünfte Rennwochenende – es ist zu früh, um über die Meisterschaft zu reden.»
Besonders wichtig für das Barni-Team: Mit so einem Erfolg schmerzt der Verlust von Alvaro Bautista etwas weniger, der Spanier hat sich bei seinem Sturz im FP3 am Samstagmorgen mehrfach den rechten Fuß gebrochen und fällt mindestens für die Rennen in Nordböhmen aus.
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