Superbike WM • Neu
Ducatis neue dritte Kraft: Schonungslose Selbstanalyse von Yari Montella
Ein Scharmützel in der Superpole und eine Kollision im Samstags-Rennen: Sam Lowes war nach dem ersten Lauf der Superbike-WM in Most nicht gut auf Ducati-Markenkollege Alberto Surra zu sprechen.
Die Kollision zwischen Alberto Surra und Sam Lowes im
Lowes kämpfte im ersten Lauf lange um die Spitzenplätze und lag im Duell mit Surra auf Rang 4. Bereits zuvor hatte der Brite versucht, sich in Kurve 1 am Italiener vorbeizusetzen, doch mit vollem Tank fiel es ihm schwer, das Manöver erfolgreich abzuschließen. Als Lowes schließlich in Kurve 15 innen vorbeiging, folgte direkt die Berührung in Kurve 16, bei der der Brite im Kiesbett landete.
Entsprechend gemischt fiel seine Reaktion aus. «Bin ich angepisst? Ja und nein. Das ist Rennsport, es kann passieren», erklärte Lowes zunächst, als er sich in Most mit SPEEDWEEK.com traf. Gleichzeitig verwies der Ducati-Pilot aber auf die Bedeutung des Vorfalls im Titelkampf: «Ich kämpfe um Platz 3 in der Meisterschaft.»
Besonders störte Lowes die Art und Weise, wie der Unfall zustande kam. «Sein Manöver war seltsam. Ich zeigte ein sauberes Manöver. Er meinte, er hat mich nicht gesehen. Doch ich landete im Kiesbett», erklärte der Brite. Die Strafe gegen Surra empfand Lowes zudem als wenig einschneidend: «Er erhielt eine Long-Lap. Das ist keine große Strafe, doch das sind die Regeln. Er verlor ein paar Positionen, die er ohnehin verloren hätte. Ich hingegen ging leer aus.»
Noch deutlicher wurde Lowes bei der Einschätzung des Rennverlaufs. «Er war nicht schnell genug. Hätte er das Manöver in Runde 19 gemacht, wäre ich nicht so angepisst, weil man dann um Positionen kämpft. Doch zu diesem Zeitpunkt des Rennens verlor er ohnehin Positionen. Es gab keinen Grund für so ein Manöver. Doch er ist jung. Es bringt nichts, jetzt zu viel zu sagen.»
Die Spannung zwischen beiden Fahrern hatte sich allerdings bereits Stunden zuvor in der Superpole aufgebaut. Surra fuhr im Qualifying mehrfach direkt hinter Lowes und nutze ihn als Orientiertung. Laut Lowes entwickelte sich daraus eine hitzige Situation.
«Mein Qualifying war gut, obwohl ich am Morgen einige Probleme hatte. Surra zeigte ein gutes Qualifying, er fuhr direkt hinter mir. Er qualifizierte sich so gut, weil ich ihn gezogen habe», erklärte Lowes.
Besonders verärgert zeigte sich der Brite über eine Geste Surras nach dem Qualifying. «Er machte eine Geste in meine Richtung, weil er das Gefühl hatte, ich hätte ihm etwas signalisiert. Doch er folgt mir ständig. Folgendes muss er noch lernen: Wenn man einem anderen Fahrer ständig folgt, dann ist es normal, dass derjenige mit der Hand winkt.»
Lowes legte nach: «Er machte nach dem Qualifying eine wirklich böse Geste in meine Richtung, obwohl er meinen Windschatten nutzte. In diesem Moment muss man dem Fahrer in Front etwas mehr Respekt entgegenbringen. Man muss sich nicht unbedingt bedanken – es reicht, wenn man nichts sagt. Aber das wird er noch lernen.»
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.