Miller (4.) bremste so spät, wie physikalisch möglich
Jack Miller verlor das Duell mit seinem ehemaligen Ducati-Teamkollegen Pecco Bagnaia um Platz 3, der Red Bull-KTM-Werksfahrer war nach dem MotoGP-Sprint in Motegi aber trotzdem glücklich.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Neun hinreißende Runden lang zog Jack Miller beim Sprintrennen in Japan alle Register und hielt Francesco "Pecco" Bagnaia mit waghalsigen Spätbremsmanövern in Schach. In der drittletzten Runde erlahmte sein Widerstand: Bagnaia zog beim Anbremsen auf der Bergab-Gegengeraden mit Miller gleich und trickste den Australier dann in der Durchfahrt des zweiten Tunnels aus, obwohl er dort auf der ungünstigeren Linie war. Der Weltmeister eroberte so eine Medaille, Miller musste sich mit Rang 4 abfinden.
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Seine sprichwörtlich gute Laune verlor "Thriller Miller" trotzdem nicht, denn insgesamt konnte sich seine Tagesbilanz sehen lassen: Rang 3 im Qualifying, ein Blitzstart im Rennen und eine sehenswerte Show von der ersten bis zur letzten Runde. "Das Bike funktionierte prima, doch ich hatte schon früh im Rennen die ersten Momente mit dem Vorderrad", gestand er. "Ich denke, ich muss meinen Fahrstil und meine Linienwahl überdenken, denn ausgangs der fünften Kurve verlor ich Zeit und musste dann im oberen Streckenteil umso mehr Druck machen. Dieser obere Streckenteil war auch der Bereich, wo ich die ersten Vorderradrutscher erlebte", erklärte Miller.
Natürlich war ihm klar, dass Bagnaia in jeder Phase des Rennens an seinem Hinterrad lauerte. "Deshalb habe ich überall so spät wie physikalisch möglich gebremst, ohne weit zu gehen", schilderte Miller. "Fast ist es mir gelungen, ihn für die gesamte Renndistanz erfolgreich abzublocken. Aber dann hat er mich doch erwischt. Es war ein Überholmanöver, das sich schon beim Einbiegen am Ende der Gegengeraden ankündigte, weil mein Bike dort zu springen begann."
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Trotzdem sei es schön gewesen, wieder an der Spitze mitkämpfen zu können, resümierte der Australier. "Normalerweise kommt der Performance-Drop der Reifen bei KTM etwas früher als bei Ducati, bleibt dann aber stabil und gut zu kontrollieren. Im Sprintrennen heute hat dieser Drop bei meinen Gegnern noch nicht stattgefunden, stand aber kurz bevor. Ich bin gespannt, wie sich das im Hauptrennen auf der langen Distanz auswirken wird."
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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