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MotoGP-Frage Nr. 1: Hält Ducati Corse den Vorsprung?
Mit dem fünften Konstrukteurs-Titeln in Serie gipfelte der Auftritt von Ducati Corse 2024 in totaler Dominanz. SPEEWEEK.com sagt was dafür – und was dagegenspricht, dass die große Bologna-Show weiter geht.
MotoGP
Im Artikel erwähnt


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In den vergangenen Jahren gelang es der Traditionsmarke aus Bologna, eine beeindruckende Überlegenheit in der MotoGP herzustellen. Bereits 2019 hatte Ducati Corse großen Rückenwind bekommen. Zwar beendete Ducati die WM aus Herstellersicht hier noch als Dritter – doch der Abstand zu den Platzhirschen aus Japan war schon auf weniger Zähler zusammengeschrumpft.
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Ab 2020 begann der Durchmarsch, der zu einem Fünffach-Triumph in Serie führte. Die Saison 2024 macht sprachlos und rechtfertigt den Superlativ. In jedem der vierzig Rennen stand mindestens ein Ducati-Pilot auf dem Podest. Nur Aprilia-Ass Vinales verhinderte mit zwei Siegen eine 100-Prozent-Quote. Möglich wurde die große Kraft nicht nur durch das schlaue Management, das auch die Kundenteams aktiv mit in das Projekt einbezog und somit einen klaren Vorsprung in der Kommunikation aufbaute. Auch an der technischen Spitze leistete das Team unter Gigi Dall’Igna sehr überzeugende Arbeit. Die ehemals sehr spitze, vor Leitung strotzende, aber nur schwer zu bändige Desmosedici entwickelte sich bis heute zur bedienungsfreundlichsten MotoGP-Maschine. Ob Rookie oder Weltmeister – alle Piloten schätzen die hohe Ausgewogenheit. Kurz: Ducati gelang es, die Stärke zu halten und alle anderen Schwächen zu eliminieren.
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Besonders bemerkenswert: Auch als KTM und Aprilia mit enormem Aufwand und brillanten Bikes auf eine Runde betrachtet nachzogen – über die Saison schaffte es Dall’Igna den Vorsprung immer zu kontrollieren. Zuverlässig fand man gemeinsam zum richtigen Zeitpunkt, den nächsten kleinen Schritt. Im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com hatte der Corse-Boss die Philosophie beschrieben.
Ein sehr wichtiger Aspekt dieser Vorgehensweise: Die Fahrer fanden so mental extrem Rückhalt und konnten sich stets sicher sein, das beste Werkzeug zur Verfügung zu haben. Es ging "nur" noch darum, sich auf das Fahren selbst zu konzentrieren. Anders wäre es nicht möglich gewesen, dass Jorge Martin und Pecco Bagnaia zwei Jahre in Folge in einer eigenen Welt um den Titel balgten.
Umso spannender ist damit die Frage: Gelingt es Ducati die Dominanz auch 2025 zu halten? Fakt ist, mit Pramac bricht eine Säule des Erfolgs ersatzlos weg. Jorge Martin, dessen Crew-Chief Daniele Romganoli sowie die gesamte Pramac-Kompetenz stehen nun der Konkurrenz aus Italien und Japan zur Verfügung. Mit sechs statt acht Maschinen stellt das Werk aus Bologna aber immer noch die stärkste Fraktion. Mehrfach betonte das Ducati-Management, der Pramac Verlust sei schwerwiegend – aber in letzter Instanz nicht entscheidend.
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"Ob drei oder vier Werksmaschinen zur Weiterentwicklung eingesetzt werden, macht keinen allzu großen Unterschied", so Gigi Dall’Igna. Aus der Vergangenheit hat die Konkurrenz bereits gelernt, dass man in Bologna stets spät die Karten auf den Tisch legt. Beim ersten Test mit neuem Material direkt nach dem Saisonfinale 2024 in Barcelona waren Bagnaia, Marquez als auch Testfahrer Michele Pirro offiziell bereits mit der GP25 unterwegs, doch der finale Stand der Entwicklung wurde hier noch nicht ausgespielt. Das zeigte sich auch an den Rundenzeiten. Mit Alex Marquez hatte eine GP24 die Bestmarke gesetzt. Die Piloten der neuen MotoGP-Ducati blieben einige Zehntel hinter der 2024er-Referenz. Wer wissen will, was Bologna wirklich für 2025 zubereitet hat, der muss sich bis zum 7. Februar gedulden. Am letzten Tag des MotoGP-Tests in Sepang werden alle Fahrer aufgefordert, ans wahre Limit zu gehen. Bis dorthin wird auch in Bologna noch viel zu tun sein. Trotz verdientem Optimismus, Ducati hat gelernt, dass es in der MotoGP keinen Freifahrschein gibt. Was Ducati außerdem in die Hände spielen könnte, ist die Situation bei den Mitbewerbern. KTM, zwei Jahre in Folge Vize bei den Konstrukteuren, ist zwar in Sachen Ehrgeiz nicht zu überbieten, ob es den Österreichern in einer Phase, in der es wirtschaftlich ums Überleben geht, gelingt, so stark zu beschleunigen, um Ducati vom Thron zu fahren, das ist zu bezweifeln. Zu unterschätzen sind aber weder das Talent eines Pedro Acosta noch die Rastlosigkeit der Mannschaft aus Munderfing.
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Die Dritte Kraft der vergangenen Jahre – Aprilia – hat sich mit Jorge Martin und Marco Bezzecchi einen geschliffenen und einen ungeschliffenen Diamanten gesichert. Doch hinter dem fahrerischen Glanz schaut es für 2025 eher ungewiss aus. Nach dem Weggang des Technik-Chefs Romano Albesiano plus beider Crew-Chiefs wird man in Noale auf jeden Fall etwas Zeit benötigen, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Sollte das Aprilia Racing gelingen – dann dürfte die Saison 2025 bereits weit vorangeschritten sein. Und die Japaner? Ohne Frage wurden die Alarmglocken gehört. Yamaha und Honda haben alle Hebel auf Umkehrschub gestellt. Mit strategisch richtigen Entscheidungen und einer Technik-Offensive, die dank früherem Startschuss bei Yamaha weiter vorangeschritten ist, stehen die Chancen gut, dass sich auch die Asiaten wieder zurück ins Spiel bringen. Aber: So schnell sie fielen, so fix werden sie nicht zurück an die Spitze finden. Selbst wenn ein gegen alle Wahrscheinlichkeiten ein technologisches Wunder eintreten sollte, dann fehlt es in Summe längst auch an fahrerischer Überlegenheit. Ausnahme ist Fabio Quartararo, der selbst von Pecco Bagnaia als eine Art Geheimtipp gesehen wird. Dem Franzosen und Yamaha sind zumindest einzelne Ausrufezeichen zuzutrauen. Honda völlig abzuschreiben, wäre fatal. Aber der Graben zwischen Misere und WM-Titel ist noch so tief, dass sich Ducati 2025 noch nicht vor einem Rückschlag fürchten muss.
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Ergebnisse MotoGP-Test Barcelona (19. November): 1. Alex Márquez (E), Ducati, 1:38,803 min 2. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +0,396 sec 3. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +0,595 4. Marc Márquez (E), Ducati, +0,651 5. Raúl Fernández (E), Aprilia, +0,668 6. Brad Binder (ZA), KTM, +0,705 7. Franco Morbidelli (I), Ducati, +0,762 8. Alex Rins (E), Yamaha, +0,765 9. Pedro Acosta (E), KTM, +0,768 10. Johann Zarco (F), Honda, +0,813 11. Jorge Martín (E), Aprilia, +1,056 12. Maverick Viñales (E), KTM, +1,084 13. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +1,192 14. Aleix Espargaró (E), Honda, +1,204 15. Joan Mir (E), Honda, +1,267 16. Enea Bastianini (I), KTM, +1,279 17. Miguel Oliveira (P), Yamaha, +1,335 18. Luca Marini (I), Honda, +1,429 19. Michele Pirro (I), Ducati, +1,683 20. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +1,761 21. Ai Ogura (J), Aprilia, +2,143 22. Jack Miller (AUS), Yamaha, +2,222 23. Somkiat Chantra (TH), Honda, +2,492 24. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +8,793
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5
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288
6
Fabio Di Giannantonio
262
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