Nicolo Bulega 2027 in der MotoGP: «Ducati und mein Manager arbeiten daran»
Die Superbike-WM 2026 dominiert Nicolo Bulega nach Belieben, der Italiener ist seit 17 Rennen ungeschlagen. Er würde nächstes Jahr gerne mit Ducati in die MotoGP wechseln – doch wer bezahlt ihn?
Ducati hat sich mit Nicolo Bulega 2022 einen Rohdiamanten geangelt. Nach seinem Scheitern in der Moto2 wagte er in der Supersport-Klasse den Neuanfang und ließ WM-Bronze im ersten Jahr den Titel folgen. Für 2024 wurde er ins Superbike-Werksteam transferiert, stellte dort auf Anhieb den zweifachen Champion Alvaro Bautista in den Schatten und unterlag in seinen ersten beiden Jahren auf der Panigale V4R lediglich dem furios fahrenden Toprak Razgatlioglu (BMW).
Als Belohnung für seine starken Leistungen durfte Bulega im Vorjahr die MotoGP-Maschine testen, kam bei den Grands Prix in Portimao und Valencia als Ersatz für den verletzten Marc Marquez zum Einsatz und leistete von Anfang an tadellose Arbeit.
Seine Aufgabenstellung für 2026: Den Titel bei den Superbikes gewinnen und beim Entwickeln der neuen 850er-MotoGP-Maschine helfen – der erste Test in Mugello auf Pirelli-Reifen ist bereits absolviert. Erfüllt er diese Aufgaben wie erwartet, wollte ihn Ducati Corse in die Premier-Class befördern.
Fünf der sechs Ducati-Plätze sind vergeben
Doch längst ist klar: Das lässt sich nicht so einfach bewerkstelligen. Im Lenovo-Werksteam sind Marc Marquez (
Fest steht auch: Fermin Aldeguer wird von Ducati von Gresini zum VR46-Team von Valentino Rossi transferiert. Und Fabio Di Giannantonio, vor dem Katalonien-GP am Sonntag Vierter der Weltmeisterschaft,
Der zweite Platz neben Aldeguer bei VR46 für 2027 und 2028 ist frei, denn Franco Morbidellis Zeit dort läuft ab. Drei Fahrer zieht VR46 für seine Nachfolge in Betracht: Academy-Mitglied Celestino Vietti, der sich in Barcelona für die Pole-Position qualifizierte und aktuell Vierter der Moto2-WM ist, Superbike-WM-Leader Nicolo Bulega und Rossis Halbbruder Luca Marini, der seinen Platz im Honda-Werksteam nach dieser Saison verlieren wird.
Wer bezahlt die Rechnung?
Offen ist die Frage, ob sich Ducati für nächstes Jahr erneut vier Fahrer leistet und diesen einen Werksvertrag gibt. Oder ob das Kontingent nach dem Abgang von «Diggia» auf drei reduziert wird.
Bulega ist in der Superbike-WM saisonübergreifend
Mein Ziel ist, einen Ducati-Sitz in der MotoGP zu haben.nicolo bulega
«Mein Manager ist in Barcelona», sagte Bulega beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Most. «Joan Mir ist ein sehr guter Fahrer, wenn er das Gresini-Team mit einer Ducati wählt, dann ist das gut für ihn. Mein Manager spricht mit Ducati, um eine gute Lösung für mich zu finden. Wir werden sehen – es ist zu früh, um etwas zu sagen. Mein Ziel ist, einen Ducati-Sitz in der MotoGP zu haben. Ducati arbeitet daran, mein Manager ebenfalls. Ich hoffe, dass ich sehr bald etwas zu erzählen habe.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach