Nur als MotoGP-Pilot «unstürzbar»: Luca Marini
Seit seinem Wechsel ins Honda-Werksteam gelang MotoGP-Pilot Luca Marini weder ein Sieg noch ein Podestplatz. Dafür ist der Italiener auch 2025 überaus sattelfest. Nur Marini flog 2025 noch nicht von seinem Arbeitsgerät.
Bereits 2025 fiel der Halbbruder von Valentino Rossi durch seine überragende Sattelfestigkeit auf. In 20 MotoGP-Events flog Marini nur viermal von der RC213V und kam damit im Vergleich zur Konkurrenz beinahe unversehrt durch die Saison. Beispiel: Crash-König Acosta stieg im vergangenen Jahr 28-mal unfreiwillig ab. Es folgten Marc (24) und Alex Marquez mit 21 Abflügen.
Die Erklärung lag auf der Hand. Denn 2024 fuhr Luca Marini auch sportlich hinterher. Marini, so die These, war auf der nicht konkurrenzfähigen Honda bewusst keinerlei Risiken eingegangen. Als Quittung gab es mit nur 14 WM-Punkten den letzten Platz in der WM-Endabrechnung. Dass sich vermeintlich mehr Kampfeinsatz nicht lohnte, zeigt Teamkollege Joan Mir. Der landete in der WM-Tabelle direkt vor Marini auf Position 21 – und flog dazu 17-mal von der Werks-Honda.
Die Saison 2025 unterstreicht nun noch stärker die Fähigkeit Marinis, seine Maschine unversehrt in die Box von Castrol Honda zu retournieren. Nach 18 Rennen hat er als einziger MotoGP-Pilot eine noch komplett weiße Sturzweste.
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Besser noch: Statt wie in der letzten Saison hinterherzufahren, mischt die Nummer 10 mit der verbesserten Leistung der RC213V nun im vorderen Mittelfeld der Königsklasse mit. Durchaus kurios: Luca Marini liegt in der WM auf Rang 13 und damit hinter Honda-Kollege Zarco (10.) und vor Boxennachbar Joan Mir (15.) Und während der Italiener die Sturztabelle im positiven Sinne anführt, rangiert Zarco vor den letzten acht Wettfahrten an der Spitze der Statistik und auch Joan Mir taucht mit 19 Abflügen wieder weit oben auf der wenig ruhmreichen Liste auf.
Dass sowohl Viel-Stürzer Zarco als auch der erstaunliche Marini bei vergleichbarer Punktezahl in der WM auf der Honda sitzen, führt eine Debatte über den schmalen Grenzbereich der MotoGP-Honda damit ein Stück weit ad absurdum.
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Es kam ganz anders: Die verrückte MotoGP-Saison 2025
Alle MotoGP-Fans fieberten der Saison 2025 entgegen. Ein sensationeller Dreikampf mit Marc Marquez, Pecco Bagnaia und Jorge Martin war vorprogrammiert. Doch für zwei Piloten lief das Jahr komplett aus dem Ruder.
Doch auch Luca Marini stürzt. Ausgerechnet den Musterschüler in der MotoGP erwischte es bei einer Trainingseinheit zum Langstreckenklassiker von Suzuka. Der harte Crash mit der Superbike-Honda schickte Marini für drei GP-Events auf die Verletzungsbank.
Die Spitzenreiter der bisherigen Crash-Statistik 2025 – Zarco, Miller, Mir und Morbidelli – kamen dabei ohne gravierende Verletzungen davon. In dieser Hinsicht hat Aprilia-Pilot Jorge Martin die schlechtesten Werte. Der Weltmeister nahm an nur sieben Events teil, ging dabei achtmal zu Boden und befindet sich in der dritten Verletzungspause.
Top-10: Stürze der MotoGP-Piloten nach 18 Events 2025:
1. Johann Zarco: 26 Stürze
2. Jack Miller: 22
3. Joan Mir, Franco Morbidelli: 19
4. Alex Marquez, Marco Bezzecchi: 18
5. Pedro Acosta: 16
6. Brad Binder, Enea Bastianini: 15
7. Marc Marquez: 14
8. Ai Ogura, Fermin Aldeguer: 13
9. Fabio Quartarao: 12
9. Raul Fernandez: 10
10: Chantra, Bagnaia, Rins, Martin: 8
Ferner:
Luca Marini: 0 Stürze
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