Stefan Bradl: «Hatte den Testmodus im Kopf»
Stefan Bradl setzte sich verspätet aufs Motorrad, fuhr aber zu Mittag einen Long-Run und schaffte die sechste Zeit.
Stefan Bradl (23) startete den Mittwoch erst gegen 12.30 Uhr, verbesserte aber seine Dienstag-Zeit rasch um 0,4 sec auf 2:01,369 min, machte dann einen 16-Runden-Long-Run und schloss den zweiten Testtag in Sepang als Sechster ab. "Gestern war ich 0,6 sec hinten, heute 0,8. Das ist der Bereich, in dem wir uns bewegen wollen", lautete das Fazit des LCR-Honda-Piloten. Übrigens: Bradl war am ersten Tag in Sepang 2 sec schneller gefahren als am ersten Tag 2012.
"Zu Mittag bin zuerst mit dem Motorrad von gestern fünf Runden gefahren, nach dieser schwierigen Nacht mit wenig Schlaf wegen des Jetlags. Dann haben wir einen neuen Reifen reingetan, und ich habe geschaut, was geht. Aber die Rundenzeit war eigentlich nicht unser Hauptthema. Ich wollte nur kurz schauen, ob alles passt."
Es wurde danach noch ein neues Öhlins-Federbein mit einer steiferen Befestigung getestet und eines mit einer anderen Dämpfungscharakteristik.
Dann machte Bradl 20 Minuten Pause, ehe er bei der ärgsten Mittagshitze zum 16-Runden-Long-Run aufbrach. Das ist keine komplette Renndistanz, die geht über 19 Runden. Bradl schaffte mit Rennreifen eine Bestzeit von 2:01,9 min. Die langsamste Runde war 1 sec langsamer. "Der Schnitt lag bei einem niedrigen 2:02 min-Wert", rechnete Renn-Ingenieur Christophe Bourguignon vor. "Ich denke, da können wir uns noch zwei oder drei Zehntelsekunden steigern."
"Ja, es wäre drei Zehntel schneller gegangen. Aber ich habe den Testmodus im Kopf gehabt", gab Bradl zu bedenken. "Trotzdem, ich bin gut zurechtgekommen."
Da er den Honda-Kollegen Alvaro Bautista wie schon am Dienstag distanzierte, war Bradl nicht unzufrieden. "Und am fünften Platz von Crutchlow bin ich sehr dicht dran."
Sein Rivale Marc Márquez, der als Dritter wieder nur 0,3 sec auf Dani Pedrosa einbüsste und Valentino Rossi abermals besiegte, verlangte Bradl Verwunderung ab. "Wenn jetzt einer sagt, er sei nicht überrascht, dann lügt er", meinte der Bayer. "Ich habe gewusst, das Marc schnell sein wird. Das war mir klar. Aber so weit vorne habe ich ihn nicht erwartet."
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach