Tech3-Pilot Vinales nachdenklich: «Hätte noch einen Tag extra gebraucht»
Das Tech3-Team um Maverick Viñales überzeugte beim MotoGP-Finaltest in Thailand mit einem fehlerfreien Auftritt. Doch nach zwei Rennsimulationen war «Top Gun» alles andere als zufrieden.
Vor gut zwei Wochen traf MotoGP-Routinier Maverick Vinales mit grenzenloser Motivation auf – auch geschuldet der intensiven Zusammenarbeit mit Spaniens-GP-Ikone Jorge Lorenzo, die Vinales auch beim letzten Test vor dem Saison-Startschuss am kommenden Wochenende wieder zum Chang International Circuit begleitete. Von dem Gefühl, Vinales werde 2026 einen Ergebnis-Vorschlaghammer auspacken, war schon nach dem Dreitages-Test in Malaysia wenig zu spüren – und in Thailand musste der Tech3-Pilot nochmals weiter zurückschrauben.
Der Grund dafür: Sowohl beim Angriff auf eine Spitzenzeit als auch beim Versuch, maximal zügige Sprint- und Rennsimulationen durchzuziehen, blieb der Spanier hinter den eigenen Erwartungen. Als es an Tag 1 erstmals um eine Topzeit ging, blieb die Uhr bei 1:29,5 min stehen. Damit war die Nummer zwar zunächst der schnellste KTM-Pilot, doch es fehlten rund drei Zehntel auf die Spitze mit Alex Márquez – der seinen Speed über etliche Runden halten konnte.
Am zweiten Tag blieb Vinales auf seiner Zeit sitzen, was am Ende einen doch eklatanten Rückstand von knapp 0,9 sec auf die Aprilia-Doppelspitze bedeutete. Und auch im KTM-Lager wurde Vinales zurückgereicht. Youngster Acosta fuhr eine volle halbe Sekunde schneller und auch Brad Binder war fixer unterwegs.
Vinales gestand ohne Ausschweifungen ein: «Ich war langsamer als erhofft. Ich hatte mich vor dem Test schon deutlich näher an der Spitze gesehen. Aber die Realität ist anders und kompliziert, was womöglich auch an der Strecke liegt. Die Gripverhältnisse waren so, dass ich den Hinterreifen stärker beansprucht habe, als mir lieb war.»
Immerhin: Nie war Vinales schneller mit der RC16
Der 31-Jährige weiter: «Ich habe am zweiten Tag eine volle Renndistanz mit 26 Runden abgespult und ab Runde 15 war der hintere Reifen durch und überhitzt. Bei der Simulation des Sprints war es dann besser und ich konnte auch in den Runden 10 und 11 noch niedrige 1:30er-Zeiten fahren. Ich habe nicht das Gefühl, fertig zu sein mit der Vorbereitung – ich denke, ein weiterer Tag hätte mir geholfen, aber nun ist es vorbei», so der nicht gerade enthusiastische Spanier am Ende der fünftägigen Testphase.
Vinales ergänzte noch: «Beim Sepang-Test hatte ich schnell ein Bild von den Dingen, die es zu verbessern gilt – auch was mich als Fahrer angeht. Und seitdem sind wir nicht wirklich weitergekommen, und das gilt auch für mich. Ich brauche mehr Zeit, dass ich mit dem, was ich jetzt unter mir habe, zu 100 Prozent arbeiten kann. Ideal wäre gewesen, das hier zu finden – nun muss ich versuchen, es über Intuition und weitere Feinabstimmung des Settings bei den Rennen zu erledigen.»
Immerhin: Vinales war nie schneller mit der KTM RC16 in Buriram als beim jüngsten Test. Doch sicher ist auch, der Tech3-Athlet hatte sich mehr als 0,1 s Zeitgewinn im Vergleich zum letzten MotoGP-Qualifying in Buriram ausgerechnet.
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
1:28,668 min
2.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,097 sec
3.
Marc Marquez (E)
Ducati
0,168
4.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
0,215
5.
Alex Marquez (E)
Ducati
0,293
6.
Pedro Acosta (E)
KTM
0,353
7.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
0,403
8.
Jorge Martin (E)
Aprilia
0,499
9.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
0,505
10.
Joan Mir (E)
Honda
0,628
11.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
0,634
12.
Brad Binder (ZA)
KTM
0,724
13.
Luca Marini (I)
Honda
0,783
14.
Johann Zarco (F)
Honda
0,799
15.
Maverick Vinales (E)
KTM
0,872
16.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
1,004
17.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
1,033
18.
Enea Bastianini (I)
KTM
1,060
19.
Diogo Moreira (BR)
Honda
1,252
20.
Alex Rins (E)
Yamaha
1,434
21.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
2,104
22.
Michele Pirro (I)
Ducati
3,109
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