Paukenschlag: Fabio Quartararo auf Platz 6 versetzt
Das Ergebnis des Catalunya-GP wurde noch einmal umgekrempelt. Fabio Quartararo, als Dritter im Ziel, wurde vom 4. auf den 6. Platz strafversetzt. Grund: Brustschutz weggeworfen!
Fabio Quartararo wurde beim Catalunya-GP zuerst einmal durch das Problem mit dem geplatzten Alpinestars Airbag gebremst, dann bekam er wegen des Verlassens der Fahrbahn in der Schikane nach den 24 Rennrunden einen 3-sec-Penalty, der ihn von Platz 3 auf Platz 4 zurückwarf.
Und dann marschierten die Verantwortlichen von Suzuki und Ducati noch zur Race Direction und zu den Mitgliedern des FIM MotoGP Steward Panels, um sich zu erkundigen, ob die unvollständige Rennbekleidung von Fabio Quartararo nicht strafbar sei.
Denn der Franzose hatte den Reißverschluss seiner Lederkombi geöffnet und seinen "Chest Protector" (Brustschutz) weggeschleudert, um mehr Platz für den geöffneten Airbag zu schaffen.
Das FIM-Reglement schreibt aber in Artikel 2.4.5.2 unter "Rider’s Safety Equipment" vor: Die Fahrer müssen Helm, Lederkombi, Handschuhe, Stiefel, Back Protector und Chest Protector beim Fahren auf der Rennstrecke zu jeder Zeit tragen.
Deshalb bekam der WM-Leader eine weitere Strafe, er rutschte auf den sechsten Platz zurück und verlor drei weitere kostbare WM-Punkte.
Auch Mike Leitner, Race Manager bei KTM, befürwortete die Bestrafung des dreifachen Saisonsiegers aus Nizza. "Der Chest Protector ist obligatorisch. Das weiß die Rennleitung", stellte der Österreicher fest.
Zur Erinnerung: Zuletzt hatten Honda, Suzuki, KTM und Aprilia nach dem Katar-GP 2019 gegen Ducati und Sieger Andrea Dovizioso protestiert, weil an den Desmosedici ein mutmasslich illegaler Hinterradspoiler verwendet wurde. Der Protest wurde aber abgelehnt, weil Ducati versicherte, der Spoiler sei kein unerlaubtes aerodynamische Hilfsmittel, sondern diene zur Kühliung des Hinterreifens.
Yamaha hatte sich damals in Doha am Protest nicht beteilgt, weil sie im November 2018 in Valencia einen ähnlichen Spoiler verwendet hatten. Er sollte im Regen Spritzwasser vom Hinterreifen fernhalten und dadurch Aquaplaning verhindern.
"Mir ist das auch einmal passiert, dass der Airbag aufgegangen ist", schilderte Stefan Bradl am Abend im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Aber zum Glück nicht im Rennen. Ich verstehe, dass Fabio den Brustschutz weggeworfen hat, der drückt natürlich auf den Brustkorb, wenn sich der Airbag öffnet, dann fehlt ihm die Luft zum Atmen. Das engt ja brutal ein. Aus meiner Sicht war das verständlich, was Fabio gemacht hat. Was sollte er machen? Er muss ja Luft kriegen..."
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