WorldWCR-Dreikampf? Paola Ramos und Beatriz Neila jagen Maria Herrera
Rookie Paola Ramos und Vizeweltmeisterin Beatriz Neila zeigen sich nach dem Portimao-Test selbstbewusst – beide wollen den Kampf mit Weltmeisterin Maria Herrera aufnehmen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Hinter Weltmeisterin Maria Herrera haben beim offiziellen Test der Frauen-WM in Portimao vor allem zwei Fahrerinnen ihre Ambitionen unterstrichen: Rookie Paola Ramos und Vizeweltmeisterin Beatriz Neila. Beide präsentierten sich stark – und blicken selbstbewusst auf den Saisonstart am kommenden Wochenende.
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Ramos, die den Test auf Rang 2 abschloss, bestätigte eindrucksvoll ihren Aufwärtstrend nach ihrem spektakulären Debüt im vergangenen Jahr in Jerez. Mit einer Zeit von 1:53,398 Minuten und insgesamt 74 absolvierten Runden hielt die Spanierin den Rückstand auf Herrera in Grenzen – und zeigte sich entsprechend zufrieden. «Ich habe mich richtig gut gefühlt! Ich fühle mich sehr wohl mit dem Motorrad und mit mir selbst, und ich denke, wir haben heute einen wirklich guten Job gemacht», erklärte Ramos. Im Fokus stand dabei vor allem intensive Abstimmungsarbeit: «Wir haben am gesamten Motorrad gearbeitet, an der Vorder- und Hinterradaufhängung, wir haben viele Dinge ausprobiert. Am Ende haben wir eine klare Richtung gefunden.»
Die 18-Jährige sieht sich bereit, dauerhaft in der Spitzengruppe mitzufahren. «Ich denke, ich kann mich wie in Jerez in der Führungsgruppe behaupten. Mal sehen, wie es in den Rennen läuft», sagte sie – und formulierte zugleich ihre Ziele für die gesamte Saison: «Ich will im vorderen Teil des Feldes kämpfen, viele Punkte für die Meisterschaft holen und vielleicht am Ende sogar um den Titel kämpfen.»
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Beatriz Neila prophezeit WM-Dreikampf Neben Ramos zeigte auch Beatriz Neila eine starke Leistung. Die Spanierin belegte Rang 3 und arbeitete sich mit 77 Runden – der zweithöchsten Distanz im Feld – intensiv durch ihr Testprogramm. Für die Vizeweltmeisterin stand dabei vor allem Entwicklung im Vordergrund.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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«Das Positive an diesem Test ist, dass ich sehr hart gearbeitet habe. Ich habe viele Dinge am Motorrad ausprobiert, mit neuen und gebrauchten Reifen», erklärte Neila. Der Lohn: eine klare Steigerung im Verlauf des Tages. «Ich bin glücklich und stolz, weil ich einen großen Schritt gemacht habe.»
Besonders bemerkenswert: Neila hatte vor diesem Test kaum Erfahrung in Portimao gesammelt. «Ich bin hier vorher nicht gefahren, deshalb habe ich mich stark verbessert», sagte sie zufrieden. Gleichzeitig sieht sie die Kräfteverhältnisse an der Spitze bereits klar umrissen.
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«Ich denke, es wird ähnlich wie im letzten Rennen – mit Maria und Paola an der Spitze. Ich glaube, es wird wieder so eng, und das ist gut», prognostizierte die 23-Jährige. Für die Saison hat Neila klare, aber bodenständige Ziele: «Mein Ziel ist es, Spaß zu haben, es zu genießen und auch zu versuchen zu gewinnen – wie im letzten Jahr.» Der Test in Portimao hat damit deutlich gemacht: Die dritte Saison der WorldWCR dürfte zu einem Dreikampf werden. Neben Titelverteidigerin Herrera drängen mit Ramos und Neila zwei hochmotivierte Herausforderinnen nach vorne – bereit, die Kräfteverhältnisse neu zu ordnen.
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