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Verpasste Chance: Warum man Sportbike und WorldWCR nicht vergleichen kann

Obwohl die Yamaha R7 in der WorldWCR und auch in der neuen Sportbike-WM eingesetzt wird, sind Vergleiche der Rundenzeiten nicht möglich. Den Frauen hat man damit keinen Gefallen getan.

Im Artikel erwähnt

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Nach der vergangenen Saison wurde die Supersport-WM 300 durch die neue Sportbike-WM abgelöst. In dieser Kategorie ist der Einsatz von Motorrädern verschiedenster Konzepte erlaubt. Die Bandbreite reicht von einer hochdrehenden Kove mit einem 450-ccm-Reihenvierzylindermotor bis zur Suzuki GSX-8R mit zwei Zylindern und 776 ccm. Die Balancierung strebt eine Leistung von 90 PS an.

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Homologiert ist auch die Yamaha R7, die auch als Einheitsmotorrad in der Women's Circuit Racing World Championship, kurz WorldWCR, zum Einsatz kommt. Anfangs bestand die Hoffnung, dass durch den Vergleich der Rundenzeiten eine Einschätzung der Performance der Teilnehmerinnen möglich ist und die schnellsten Pilotinnen die Möglichkeit von Gaststarts in der Sportbike-WM erhalten.

Das technische Reglement von Sportbike und WorldWCR macht den Unterschied

Weil sich aber das technische Reglement der beiden Serien unterscheidet, wird dies nicht passieren. Die Gründe erklärt Tayla Relph. Die 29-Jährige nimmt in diesem Jahr ihre dritte WorldWCR-Saison in Angriff. In Cremona 2024 fuhr die Australierin als Dritte im zweiten Lauf auf das Podium.

 «Die Gabel samt Dämpfereinheit und Federn ist bei uns komplett Serie. Erlaubt ist nur, eine andere Öl-Spezifikation zu verwenden. Hinten ist ein Öhlins-Federbein eingebaut, was aber aus der Basic-Reihe stammt und nicht viele Einstellungen ermöglicht – wir können aus drei verschiedenen Federn wählen. Mehr ist am Fahrwerk nicht erlaubt», erklärte Relph SPEEDWEEK.com-Chefredakteur Ivo Schützbach. «Bei den Bremsen können wir aus zwei verschiedenen Bremsbelägen wählen, ansonsten entspricht das System der Serie. Beim Lenker können wir den Standard verwenden oder eine Alternative. Insgesamt ist unsere R7 mehr ein Cup-Motorrad.»

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Yamaha-Rennkit nur für die Sportbike-WM

«In der Sportbike-WM werden sie ein spezielles Rennkit einsetzen. Bei den Federelementen haben sie mehr Optionen und auch bei der Übersetzung – in der WorldWCR dürfen wir noch nicht einmal das Ritzel ändern und können lediglich aus vier verschiedenen Kettenblättern wählen», führte die Australierin weiter aus. «In der spanischen Meisterschaft verwenden sie das Rennkit und können auch eine viel bessere Gabel und ein besseres Federbein einsetzen. Sara Sanchez fährt beide Meisterschaften, und mit dem Bike in der ESBK ist sie etwa zwei Sekunden schneller pro Runde als mit dem in der WorldWCR – und in ihrem Fall kommt das nur vom Fahrwerk. Wenn in der Sportbike-Klasse alles ausgeschöpft wird, gehe ich von einem Unterschied von bis zu fünf Sekunden aus.»

Ohne dieses Hintergrundwissen wird jeder Beobachter die Frauen im Vergleich zu den männlichen Sportbike-Teilnehmern als langsam wahrnehmen.

«Ich mache mir darüber auch Gedanken, denn die Unterschiede zwischen den Motorrädern wurden nicht sonderlich deutlich kommuniziert. Wir Frauen sind ziemlich schnell – wir sind schneller als Locatelli war, als er 2024 vor unserem ersten Test in Cremona unsere R7 gefahren hat», betonte Relph. «Es ist einfach so, dass man unsere R7 anders fahren muss, als man normalerweise ein Rennmotorrad fahren würde. Wir müssen viel früher bremsen, weil die Gabel ansonsten überfordert wäre. Ich denke, deshalb haben wir im ersten Jahr der Frauen-Weltmeisterschaft so viele Stürze gesehen. Im zweiten Jahr haben sich alle daran gewöhnt und es gab weniger Stürze.»

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