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Am kommenden Wochenende wird es für Phillip Tonn ernst. Bei der Premiere der Sportbike-WM geht er mit der Kove 450RR an den Start. Platz 28 beim letzten Test misst er keine große Bedeutung bei.
Beim letzten offiziellen Test für die Piloten der neuen Sportbike-WM in Portimão vor ihrem Saisonauftakt an gleicher Stelle landete Phillip Tonn auf der kombinierten Ergebnisliste aller sechs Sessions unter den 34 Startern auf dem 28. Rang. Der Thüringer stellte gegenüber SPEEDWEEK.com jedoch klar, dass er sich nur mit den Ergebnissen der einzelnen Session beschäftigt habe.
Auf den Spitzenreiter, den spanischen Ex-Moto3-GP-Fahrer Xavi Artigas auf einer Kawasaki ZX-6R 636 fehlten ihm 1,926 Sekunden. Auf seinen auf Rang 21 einsortierten Kove-Teamkollegen, Benat Fernandez, ebenfalls aus Spanien, waren es 0,602 Sekunden.
All das beschäftigte ihn aber nur am Rande, denn «... wir haben nicht so sehr auf die Zeiten geschaut. Der Test war wichtig, um alles mit dem Motorrad bereit zu machen, denn wir haben seit dem vorherigen Test in Valencia vieles neu gemacht. So haben wir zum Beispiel eine neue Schwinge bekommen und auch eine neue Kupplung und ein neues Getriebe.»
In den einzelnen Sessions lag der 20-Jährige aus Mattstedt und Stiefbruder von Ken Roczen fallweise weiter vorn und mitunter vor seinem Teamkollegen, dem Vorjahres-Weltmeister der letzten ausgetragenen Supersport-300-WM. Wenngleich auch das bei einem Test nur Makulatur ist, wäre eine bessere Gesamtplatzierung am Ende sicherlich kein Nachteil für Moral und Motivation. Doch dieser These widersprach er und verwies darauf, dass er im letzten Turn mit neuen Reifen noch einmal eine Zeit setzen wollte, er aber von einem technischen Problem ausgebremst wurde.
«Das war aber auch nicht weiter schlimm, denn wir wollten ein gutes Gefühl mit dem doch stark veränderten Motorrad bekommen. Wir hatten echt wenig Vorbereitungszeit und zuvor nur Anfang März einen Test in Valencia. Der ging zwar über drei Tage, aber effektiv hatten wir dort nur eineinhalb Tage im Trockenen. Andere aus der Serie sind am letzten Wochenende mit einer Wildcard in der spanischen Meisterschaft gefahren. Unser Problem war, dass wir mit den Teilen etwas im Rückstand sind. Dafür konnte aber das Team nichts.»
Am Dienstag ist Pause angesagt und ab Mittwoch baut sich die Spannung auf den Saisonstart und die Klassen-Premiere mit den offiziellen Foto- und Videoshootings allmählich auf. Für das Wochenende ist Phillip Tonn guter Dinge, noch 1,5 Sekunden zu finden. «Das sehe ich nicht als Problem, denn jetzt fühlt sich alles recht gut an. Wir haben noch ein wenig in Sachen Chattering zu tun; daran arbeiten wir jetzt am meisten. Was ich aber auf jeden Fall sagen kann, ist, dass es mit der Kove hier auf der Strecke richtig Spaß macht, zu fahren. Ich habe das erste Mal seit Langem wieder richtig Spaß am Motorradfahren, weil sich das Bike richtig geil fahren lässt und ein geiles Fahrgefühl vermittelt. Ich glaube, dass das Motorrad, aber auch die Klasse, sehr viel Potenzial haben.»
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