Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Nach einem überzeugenden Gaststart in Jerez 2024 (zwei sechste Plätze) fuhr Chloe Jones in der WorldWCR 2025 konstant in den Top-5 und beendete ihre Rookie-Saison mit fünf Podestplätzen als WM-Dritte. Der 22-Jährigen ist in diesem Jahr viel zuzutrauen, zumal sie im Team Ampito Crescent ein optimales Umfeld vorfindet: Die Truppe von Paul Denning organisiert seit 2016 den Werkseinsatz von Yamaha in der Superbike-WM. Ihre Teamkollegin ist Vizeweltmeisterin Beatriz Neila.
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Jones fuhr zwischen 2018 und 2023 die britische Junior-Supersport-Klasse und setzte sich gegen männliche Gegner durch. «Jetzt werde ich gefragt, ob es in der Frauen-WM anders ist – nein, ist es nicht», betonte die Engländerin. «2025 ist das Niveau deutlich gestiegen, auch wenn an der Spitze meistens dieselben drei oder vier Fahrerinnen fahren. Es hat mich in jedem Fall gepusht, dass ich gegen schnellere Pilotinnen angetreten bin. Der beste Rat, den ich je bekommen habe, war einfach Spaß an der Sache zu haben. Druck gehört dazu, aber wenn du es nicht genießen kannst, macht es keinen Sinn mehr.» Früher stand sich Jones mitunter selbst im Weg. «Selbstvertrauen ist in diesem Sport enorm wichtig, und ich muss zugeben, damit habe ich etwas zu kämpfen», gab die Yamaha-Pilotin zu. «In der vergangenen Saison war ich aber stark und das hat mir in diesem Punkt geholfen. Jetzt weiß ich, dass ich vorn mitfahren kann. Mit Druck muss man vorsichtig umgehen, denn wenn du dir selbst zu viel Druck machst, wirst du versagen. Man muss dieses Gefühl managen.»
Jones weiter: «Ich habe immer Ana Carrasco verfolgt, denn sie hat schließlich die 300er-WM gewonnen. Deshalb habe ich zu ihr aufgeschaut und sie war meine Inspiration – und jetzt sind wir im selben Fahrerlager. Meine größten Förderer waren natürlich meine Eltern. Sie haben die Höhen und Tiefen mit mir erlebt, sehen mich beim Training, sehen mich weinen. Sie begleiten mich einfach durch dick und dünn.»
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Ihren ersten Podestplatz fuhr Jones als Dritte bei ihrem Heimrennen in Donington Park ein. Anschließend wurde sie in Balaton Park, Magny-Cours und Jerez fünfmal in Folge Zweite. Für 2026 werden ihr Siege zugetraut.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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«Nach dem Podium in Donington sah ich keinen Grund mehr, warum ich nicht an jedem Wochenende an der Spitze mitkämpfen kann. Und in Balaton hat es noch einmal Klick gemacht», erinnert sich Jones. «Immer, wenn ich gegen die anderen kämpfe, lerne ich dazu. Ich bin nicht darauf fokussiert, einen Sieg zu erzwingen. Wenn es passiert, dann passiert es, und wenn nicht, dann eben nicht. Aber wenn ich so weitermache wie bisher, sehe ich keinen Grund, warum ich nicht ein Rennen gewinnen sollte.»
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