Sam und Tom Christie: Kein Sieg 2025, trotzdem Weltmeister
Um eine Weltmeisterschaft zu gewinnen, muss man nicht zwangsweise Rennen gewinnen. Letztes Beispiel dafür sind das britische Brüderpaar Sam und Tom Christie.
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In der Motorrad-Weltmeisterschaft gab es bereits mehrmals Fahrer, die sich den Titel sichern konnten ohne in der jeweiligen Saison ein Rennen gewonnen zu haben. So hieß 1999 der Weltmeister in der Klasse 125 ccm Emilio Alzamora. Der Spanier hatte nach 16 Rennen gerade einmal einen Punkt mehr als sein italienischer Konkurrent Marco Melandri gesammelt.
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1977 traten die Gespanne sieben Mal gegeneinander an. Dreimal ging der Schweizer Rolf Biland und sein britischer Beifahrer Kenneth Williams als Sieger hervor, zweimal gewannen die Deutschen Werner Schwärzel/Andreas Huber und je einmal beendeten die Deutschen Rolf Steinhausen/Wolfgang Kalauch sowie die Franzosen Alain Michael/Gerard Lecorre als Erste über die Ziellinie. Der Titel ging völlig überraschend allerdings an George O’Dell, der sich als beständigster Fahrer erwiesen hatte. Zwei zweiten und vier dritten Plätzen stand nur ein Ausfall gegenüber. In der Endabrechnung hatte der Brite 64 Zähler auf seinem Konto und damit um acht mehr als Biland. Schwärzel lag als WM-Dritter zehn weitere Punkte zurück.
Zwei Jahr später hatte der Motorrad-Weltverband FIM der rasanten Entwicklung der Seitenwagen Rechnung getragen und neben einer Klasse für traditionelle Beiwagen auch eine für Prototypen ausgeschrieben. Die Eidgenossen Bruno Holzer/Karl Meierhans standen in allen sechs Rennen als Zweite auf dem Siegertreppchen. Sie waren die Ersten, die mit einem vom genialen schweizerischen Seitenwagen-Konstrukteur Louis Christen gebauten Chassis den Titel holen konnten.
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1982 war es wieder so weit. Schwärzel/Huber hatten am Saisonende die Nase vorne, obwohl sie keinen der neun WM-Läufe gewonnen hatten. Mitverantwortlich für diesen Erfolg war vor allem die Risikobereitschaft ihres Konkurrenten Biland, der gleich sechs Mal als Sieger hervorging, bei drei Rennen allerdings keine Zielflagge sah.
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In der Geschichte der seit 1949 ausgetragenen Seitenwagen-Weltmeisterschaft geht mit Sam und Tom Christie 2025 zum vierten Mal die WM-Krone an eine Paarung, die die Serie ohne Sieg abschloss. Dank ihrer unglaublichen Konstanz – erst beim elften Rennen standen sie erstmals nicht auf dem Podest – darf sich das britische Brüderpaar, die in der Dreiradszene auch als Techniker äußerst erfolgreich sind, Weltmeister nennen. WM-Endstand nach 14 Rennen
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1. Sam Christie/Tom Christie (GB), LCR Yamaha, 248 Punkte 2. Markus Schlosser/Luca Schmidt (CH/D), LCR Yamaha, 244 3. Harry Payne/Kevin Rousseau (GB/F), ARS Yamaha, 240 4. Pekka Päivärinta/Adam Christie (FIN/GB), ARS Yamaha, 183
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5. Rupert Archer/Ondrej Sedlacek (GB/CZ), ARS Yamaha, 92 6. Patrick Werkstetter/Valentin Pirat (D/F), ARS Yamaha, 87 7. Kevin Cable/Charlie Richardson (GB), LCR Yamaha, 86 8. Todd Ellis/Emmanuelle Clément (GB/F), LCR Yamaha, 83
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9. Markus Venus/Thomas Hofer (D/CH), LCR Yamaha, 75 10. Paul Leglise/Marjorie Cescutti (F), LCR Yamaha, 71 11. Tim Reeves/Ferry Segers (GB/NL), ARS Yamaha, 67 12. Joni Manninen/Tero Manninen (FIN), LCR Yamaha, 62.
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13. Sam Laidlow/Jack Laidlow (GB), LCR Yamaha, 48 14. Lewis Blackstock/Oscar Lawrence (GB), LCR Yamaha, 29 15. Lennard Göttlich/Lucas Krieg (D), ARS Yamaha, 23 16. Raymond Leijdekkers/Calvin Leijdekkers (NL), LCR Yamaha, 21
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17. Ted Peugeot/Vincent Peugeot (F), LCR Yamaha, 19 17. Bennie Streuer/Manon Vissenberg (NL), ARS Yamaha, 19 19. Paul Kirby/Ema Salmon (GB/F), ARS Yamaha, 17 20. Wiggert Kranenburg/Lucas Krieg (NL/D), LCR Yamaha, 17
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21. Robb Biggs/Ferry Segers (GB/NL), LCR Yamaha, 7 21. Lewis Nicol/Clement Conil (GB/F), LCR Yamaha, 7 23. Rob Atkinson/Mark Middleton (GB), ARS Yamaha, 7 24. Cyril Vinet/Gerald Vinet (F), ARS Yamaha, 4
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