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Bautista (1.): «Dann wäre ich mit Toprak kollidiert»

18 Siege in einer Saison – das hat kein Superbike-WM-Pilot vor Alvaro Bautista geschafft. Nach Pech am Samstag hatte er am Sonntag das Glück auf seiner Seite: Toprak Razgatlioglu stürzte im zweiten Rennen in Most.

Superbike WM

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Wie das Rennwochenende in Most begann, hätte es für Weltmeister Alvaro Bautista leicht in einem Desaster enden können. Im Qualifying wurden dem Spanier wegen gelber Flaggen die beiden schnellsten Runden gestrichen, wodurch er auf Startplatz 14 strandete. Im Samstag-Rennen setzte er bei Mischbedingungen auf die falschen Reifen, außerdem lief der Boxenstopp schief, was ihn weitere 20 Sekunden kostete.

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Trotz Platz 12 war Alvaro am Samstagabend die Ruhe selbst. Der 38-Jährige wusste, dass das schlechteste Saisonergebnis nichts mit seiner fahrerischen Leistung zu tun hatte. Vielmehr waren es unglückliche Umstände. "Wichtig ist, dass man nach so einem Tag nicht nervös wird oder sich zu fürchten beginnt", betonte er. "Solche Dinge passieren."

An schlechten Tagen zeigt sich der Charakter eines Sportlers – und Bautista antwortete am Sonntag auf bewundernswerte Weise.

Im Sprintrennen machte er in der ersten Runde sieben Plätze gut und verbesserte sich auf Position 5. Im Ziel lagen nur Toprak Razgatlioglu (Yamaha) und Jonathan Rea (Kawasaki) vor ihm.

Damit war Bautista zurück im Spiel und durfte das zweite Hauptrennen aus der ersten Startreihe in Angriff nehmen.

16 Runden lang sahen wir einen Kampf zwischen dem WM-Leader und Razgatlioglu, der die Fans von den Sitzen riss. Unglücklicherweise stürzte Toprak wegen eines Reifenschadens, womit der Weg für Bautista zu seinem 18. Saisonsieg frei war. So eine Serie gelang keinem vor ihm – und es kommen noch zwölf Läufe.

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"Das ist nett", meinte Bautista zu seinem Rekord. "Besser ist aber das Gefühl, das ich jetzt habe. Am Morgen stand ich noch auf Startplatz 14, dann plötzlich auf dem Podest. Selbst mit einem sehr schwierigen Wochenende waren wir konkurrenzfähig und konnten um den Sieg kämpfen."

Zum Highsider von Toprak sagte er gegenüber SPEEDWEEK.com: "Eine Runde zuvor bin ich in der vorherigen Kurve fast gestürzt, weil der Asphalt dort etwas ramponiert ist. Aus diesem Grund konnte er eine kleine Lücke auftun und ich war nicht mehr so nahe an ihm dran wie in den Runden zuvor. Wäre er in einer normalen Runde gestürzt, wäre ich mit ihm kollidiert, weil wir so eng beisammen lagen. Alles, was ich am Samstag an Pech hatte, hatte ich da an Glück."

Sah Bautista auch ohne den Crash von Razgatlioglu Siegchancen? "Ich habe nicht darüber nachgedacht, ob ich Erster oder Zweiter werde", erzählte der Ducati-Star. "Stattdessen habe ich den Kampf und das Rennen genossen. Wir waren beide am Limit. Und ich strauchelte auf dieser Strecke mehr als anderswo. Das liegt daran, dass ich so leicht bin und mein Motorrad bei den schnellen Richtungswechseln sehr nervös wird. Die harten Reifen haben das noch verstärkt. Es war schon immer so, dass auf dieser Strecke die großen Fahrer schnell sind. Sie können hier präziser fahren, weil sie mehr Druck auf den Boden bekommen und ihr Bike dadurch stabiler ist. Für mich ist auch gar nicht so wichtig, ob ich gewonnen habe oder nicht. Wichtiger ist, dass ich bei der Musik war und um den Sieg kämpfen konnte."

Am Samstag hatte sich Bautistas Vorsprung in der Weltmeisterschaft gegenüber dem Gesamtzweiten Razgatlioglu auf 54 Punkte verringert, jetzt sind es wieder 74.

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