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BMW: «Satellitenteam in der Superbike-WM wäre sehr interessant, aber…»

BMW kämpft in der Superbike-WM 2026 mit strukturellen Nachteilen. Motorsport-Direktor Sven Blusch weiß, dass ein Satellitenteam beim Kampf gegen Ducati hilfreich wäre, doch es gibt einige Hürden.

Superbike WM

Im Artikel erwähnt



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Nach den beiden WM-Titeln mit Toprak Razgatlioglu in den Jahren 2024 und 2025 befindet sich BMW in der Superbike-WM aktuell in einer schwierigen Phase. Der Wechsel des Türken in die MotoGP zwang die Münchner dazu, das gesamte Projekt neu aufzustellen. Mit Miguel Oliveira und Danilo Petrucci verfügt BMW zwar über zwei erfahrene Fahrer, doch bislang konnte man die übermächtigen Ducati-Werkspiloten nicht herausfordern. Dritte Plätze waren das Maximum.

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Während Oliveira nach seinem Sturz im Superpole-Rennen im Balaton Park verletzt ausfällt und auf unbestimmte Zeit pausieren muss, wächst gleichzeitig der Druck auf Petrucci. Besonders problematisch: BMW ist nach dem Ende des Bonovo-Projekts nur noch mit den beiden Werksmaschinen im Feld vertreten. Ein Satellitenteam, das zusätzliche Daten liefern könnte, existiert derzeit nicht.

BMW-Motorsport-Direktor Sven Blusch machte keinen Hehl daraus, dass man in der Superbike-WM 2026 vor einigen Herausforderungen steht: «Die Situation ist schwierig. Wir können uns nur auf uns selbst konzentrieren.»

BMW: Testteam ein ausreichender Ersatz für ein Satellitenteam?

Vor allem im Vergleich zu Ducati wird das Defizit offensichtlich. Während die Italiener aktuell neun Motorräder im Feld haben und damit auf einen riesigen Datenpool zurückgreifen können, muss BMW mit deutlich weniger Informationen arbeiten. Statt eines Kundenteams setzt man deshalb auf ein umfangreiches Testprogramm mit Michael van der Mark, der aktuell zusätzlich als Ersatzpilot einspringt. Doch ein Testteam ersetzt an einem Rennwochenende keine zusätzlichen Motorräder auf der Strecke.

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«Wir haben ein sehr gutes Testteam. Damit können wir ein zweites Team hier in der Meisterschaft kompensieren», erklärte Blusch. Gleichzeitig räumte er aber auch ein: «In diesem Jahr und im letzten Jahr konnten wir das alles mit dem Testteam kompensieren. Aber mehr Motorräder können natürlich helfen, solange man in der Lage ist, die Daten zusammenzuführen.»

Hinzu kommt ein strukturelles Problem der Superbike-WM: Kundenteams müssen ihr Material selbst bezahlen, deshalb greifen viele bevorzugt zur aktuell stärksten Maschine – der Ducati Panigale V4R. Die Dominanz aus Bologna erschwert es BMW zusätzlich, neue Partner für ein Satellitenprojekt zu gewinnen.

Sven Blusch lobt die Arbeit der Konkurrenz aus Bologna

Blusch lobte zwar die Arbeit der Italiener, sprach aber gleichzeitig die fehlende Spannung an der Spitze offen an: «Das Wichtigste ist, dass es Zweikämpfe gibt.» Und weiter: «Wir können alle sehen, wie gut Ducati gearbeitet hat. Doch unterm Strich wollen wir alle sehen, wie sich verschiedene Hersteller an der Spitze duellieren. Wir geben natürlich unser Bestes, sind im Moment aber nicht an der Spitze.»

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Dabei sieht BMW durchaus Fortschritte. Besonders das Ungarn-Wochenende wertete der Motorsport-Direktor als positives Signal. Nach Oliveiras Podestplatz am Samstag hätte Blusch dem Portugiesen auch am Sonntag weitere Top-3-Resultate zugetraut. «Wir haben einen guten Schritt gemacht, auch im Vergleich zum vergangenen Jahr. Unsere beiden Fahrer sind mit unserem Motorrad schneller als es im letzten Jahr der Fall war», betonte er.

Für Siege reicht das derzeit aber noch nicht: «Wir haben einen Schritt gemacht, doch der war nicht groß genug, um momentan Rennen zu gewinnen.» Dennoch glaubt BMW weiterhin an das Potenzial des Projekts. «Im letzten Jahr zeigten wir unsere Fähigkeiten: Nach den Änderungen im Winter konnten wir aufholen. Jetzt wird sich zeigen, welche Möglichkeiten es in diesem Jahr gibt. Wir haben viele Ideen und verfügen über ein fantastisches Team von Ingenieuren.»

Satellitenteam als Pipeline für junge Talente

Dass bislang kein Satellitenteam aufgebaut wurde, hängt jedoch nicht nur mit der sportlichen Situation zusammen. Intern musste zunächst die langfristige Zukunft des Superbike-Projekts abgestimmt werden. Ohne eine verbindliche Zusage aus München wollte Blusch kein Kundenteam unterstützen.

«Es wäre in unserer jetzigen Situation falsch gewesen, ein zweites Team in die Meisterschaft zu holen, ohne die schriftliche Bestätigung von BMW über die Zukunft zu haben», erklärte Blusch offen. «Jetzt sieht es sehr gut aus bezüglich der langfristigen Zukunft. Aktuell überlegen wir, wie wir uns für das kommende Jahr aufstellen.»

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Ein Satellitenteam bleibt deshalb weiterhin ein realistisches Zukunftsszenario. «Für uns wäre es sehr interessant, ein Satellitenteam zu haben. Das wäre auch ein Kanal für junge Fahrer», sagte Blusch. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Motorräder technisch auf identischem Niveau betrieben werden können.

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