Álvaro Bautista (Ducati): «Das gehört zum Lernprozess dazu»
Mit 41 Jahren ist Álvaro Bautista der mit Abstand älteste Pilot der Superbike-WM 2026. Trotz zweier Titel und 63 Siegen mit Ducati befindet sich der Spanier noch inmitten eines Lernprozesses.
Mit dem Wechsel zum Ducati-Kundenteam Barni Racing hoffte Álvaro Bautista auf eine Art Neustart: Ein neues Team, eine neue Crew, ein neues Motorrad und mit Yari Montella ein neuer Teamkollege, den er im Griff haben sollte. Die Realität sieht nach vier Meetings der Superbike-WM 2026 anders aus.
Der zweifache Superbike-Weltmeister hat nur einen Podestplatz vorzuweisen und liegt mit 81 Punkten auf dem siebten WM-Rang – zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr hatte er neun Top-3-Ergebnisse eingefahren und lag mit 125 Punkten an dritter Stelle. Und Montella hat ihm mit zwei Podien und 82 WM-Punkten auch etwas voraus.
Trotz seiner immensen Erfahrung hadert der 41-Jährige noch immer mit dem Set-up seiner V4R und ließ sich zuletzt in Ungarn zu einem Set-up-Wagnis hinreißen, das ihn auf Platz 11 im zweiten Rennen stranden ließ.
«Wir haben Balaton definitiv mit einem etwas bitteren Nachgeschmack verlassen», musste Bautista rückblickend zugeben. «Im zweiten Rennen haben wir für mehrere Änderungen am Set-up bezahlt, die nicht wie erhofft funktioniert haben. Das gehört jedoch zum Lernprozess dazu, wenn man versucht, sich zu verbessern. Wir haben dennoch viele nützliche Daten gesammelt, indem wir verschiedene Lösungen getestet haben.»
Wir haben gezeigt, dass wir nicht weit von der Spitze entfernt sind.Alvaro Bautista
Für das Wochenende auf dem Autodrom Most hat sich der Ducati-Pilot daher für eine andere Arbeitsweise entschieden.
«Das Ziel wird sein, das Wochenende konstanter anzugehen und uns mehr auf die Leistung zu konzentrieren, ohne zu viele Änderungen am Motorrad vorzunehmen», erklärte der 63-fache Superbike-Sieger. «Most ist eine komplexe Rennstrecke mit vielen Richtungswechseln, auf der es nie einfach ist, die richtige Balance zu finden. Gleichzeitig lernen wir sowohl das Motorrad als auch das Team immer besser kennen, was ein positiver Aspekt ist. In Balaton haben wir gezeigt, dass wir nicht weit von der Spitze entfernt sind. Wir sind motiviert und möchten uns weiter verbessern.»
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