Superbike WM • Neu
Nach der MotoGP ist der zweite SBK-Lauf in Most der krönende Abschluss
Ducati dominiert die Superbike-WM 2026 nach Belieben und hat aktuell keine echten Gegner. Marco Zambenedetti verrät nun: Die neue Panigale V4R ist noch längst nicht vollständig verstanden.
Die Superbike-WM 2026 entwickelt sich zunehmend zu einer Ducati-Demonstration. Werkspilot Nicolo Bulega gewann bislang alle 13 Saisonrennen und die Konkurrenz scheint aktuell kaum Antworten auf die neue Panigale V4R zu finden. Besonders bitter für die Rivalen: Laut Ducati-Technikkoordinator Marco Zambenedetti ist das Potenzial des Motorrads noch längst nicht vollständig ausgeschöpft.
Die Vorbereitung auf die Saison 2026 lief alles andere als ideal. Schlechte Wetterbedingungen bei den Wintertests verhinderten ein umfangreiches Entwicklungsprogramm. Zuerst vermutete man, dass dieser Umstand vor allem Ducati, den einzigen Hersteller mit einem neuen Motorrad, zurückwerfen wird. Doch die neue Panigale V4R war bereits ab dem Saisonauftakt in Australien die klare Benchmark im Feld.
«Wie ich bereits zu Beginn der Meisterschaft gesagt habe, brauchten wir einige Rennen, um das wahre Potenzial des Motorrads zu verstehen», erklärte Zambenedetti in Most. «Ich kann sagen, dass wir zufrieden sind. Das Motorrad ist gut, aber es ist immer noch ein junges Projekt. Es gibt noch viele Details, die wir verbessern müssen.»
Die Aussage wirkt angesichts der aktuellen Dominanz beinahe wie eine Drohung an die Konkurrenz. Ducati hat als einziger Hersteller ein komplett neues Motorrad für 2026 homologiert und ein ohnehin bereits extrem konkurrenzfähiges Paket nochmals verbessert.
Besonders die neue Zweiarmschwinge scheint ein großer Fortschritt zu sein. Bulega erklärte nach seinem Sieg am Samstag in Most, dass die Panigale V4R mit der neuen Schwinge deutlich ruhiger geworden sei und nicht mehr so nervös reagiere wie mit der bisherigen Einarmschwinge.
Während Ducati vorne enteilt, kämpfen die Rivalen mit Problemen. BMW ist aktuell ohne seine Stammfahrer geschwächt: Miguel Oliveira fällt nach seinem schweren Sturz im Balaton Park weiterhin aus und
Besonders bemerkenswert: Ducati sieht sich trotz der Dominanz noch immer mitten im Lernprozess. Auf die Frage von SPEEDWEEK.com, wie weit die Entwicklung der neuen V4R bereits fortgeschritten sei, antwortete Zambenedetti: «Das ist schwer zu sagen, aber ich denke, dass wir bisher etwas mehr als 90 Prozent dieses Motorrads erforscht haben.»
Vor allem im Bereich Setup und Chassis sieht Ducati noch weiteres Potenzial. «Wegen des Wetters bei den Wintertests konnten wir ehrlich gesagt nicht viel in Sachen Abstimmung ausprobieren», erklärte der Italiener. «Einige Entwicklungsteile, die wir vorbereitet hatten, liegen momentan noch in der Schublade. Ich hoffe, dass wir diese in den kommenden Wochen testen können. Hauptsächlich geht es dabei um Setup und Chassis-Komponenten.»
Diese Aussagen dürften die Konkurrenz kaum beruhigen. Obwohl Ducati via Balance of Performance in dieser Saison bereits zwei Mal über den Fuel-Flow eingebremst wurde, bleibt die Panigale V4R klar das stärkste Motorrad im Feld.
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