Iker Lecuona (6.) bewertet Ducati-Debüt: «Ich war richtig angepisst!»
Startplatz 13, Platz 6 im Rennen: Iker Lecuona erlebt bei seinem Ducati-Debüt auf Phillip Island ein Wechselbad der Gefühle – und blickt optimistisch auf den Sprint am Sonntag.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Der Auftakt der Superbike-WM 2026 auf Phillip Island verlief für Ducati-Werkspilot Iker Lecuona turbulent. Nach Startplatz 13 kämpfte sich der Spanier im ersten Rennen bis auf Rang 6 nach vorne, hatte 12,549 Sekunden Rückstand auf Sieger und Teamkollege Nicolo Bulega. Als Sechster war Lecuona aber lediglich fünftbester Ducati-Pilot – die Satellitenfahrer Yari Montella (Barni) und Lorenzo Baldassarri (GoEleven) landeten auf dem Podium, Sam Lowes (MarcVDS) wurde Fünfter.
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Vor allem das Qualifying hinterließ bei Lecuona Frust, denn der schlechte Startplatz erschwerte die Ausgangslage erheblich. «Ich will nicht zu viel über das Qualifying sprechen», grummelte der Ducati-Neuzugang beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Australien. «Klar, mit dem ersten Reifen habe ich einen kleinen Fehler gemacht, als ich in Kurve 3 ein bisschen von der Linie abkam. Dort verlor ich zwei Zehntelsekunden. Der zweite Reifen funktionierte einfach nicht. Deshalb konnte ich meine Rundenzeit nicht verbessern und musste von Position 13 starten. Von dort aus war das Rennen schwer zu managen. Ich war richtig angepisst. Die ganze Testarbeit war umsonst.»
Starke Aufholjagd und abbauender Vorderreifen Im Rennen selbst zeigte der Spanier jedoch eine starke Aufholjagd. Früh arbeitete er sich durch das Feld und nutzte sein Potenzial im Verkehr. «Im Rennen wollte ich die langsameren Fahrer, also zum Beispiel die Yamaha-Piloten, sehr schnell überholen. Mir war klar, dass ich mehr Potenzial habe als sie. Das gelang mir in den ersten Runden gut.»
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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«Doch nach zehn oder zwölf Runden überfuhr ich die Front ein bisschen. Der Vorderreifen baute stark ab und ich hatte zu kämpfen. Dennoch gelang es mir, das Tempo zu halten. Ich wurde Sechster und machte in den letzten Runden viel Zeit gut auf Alex (Lowes). Ich bin wirklich happy. Es war mein erstes Rennen für Ducati. Ich habe beinahe alle Fahrer aus eigener Kraft überholt, lediglich Alvaro (Bautista) stürzte vor mir», erklärte er.
Trotz des soliden Ergebnisses sieht Lecuona weiterhin Verbesserungsbedarf – vor allem beim Verhalten der Front über die Distanz. «Natürlich müssen wir besser verstehen, was mit der Front los war», stellte er klar. Yamaha-Piloten leichte Beute für Lecuona Das Überholen der anderen Fahrer gestaltete sich je nach Motorradmarke unterschiedlich schwierig. «Bei den Yamahas war es auf den Geraden vergleichsweise einfach, wenn ich das Manöver in der letzten Kurve gut vorbereitet habe. Bei Bimota war es schwieriger, weil sie gut aus den Kurven beschleunigen. Klar, der Topspeed ist unterschiedlich, aber nicht allzu sehr.»
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«Ich musste mehr riskieren, um Alex zwischen Kurve 8 und 9 zu überholen. Surra auf der Ducati zu überholen, war ziemlich knifflig. Ich musste perfekt aus der Kurve beschleunigen. Es hängt von der jeweiligen Motorradmarke ab, ob das Überholen einfach ist oder nicht», schilderte Lecuona. Mit Blick auf den Sprint am Sonntagvormittag formuliert der Ducati-Werkspilot ein klares Ziel: «Wichtig ist, dass ich meine heutige Leistung auch morgen im Sprintrennen zeigen kann. Es wäre gut, wenn ich Neunter werde. Dann stehe ich zwei Reihen weiter vorne, was hier einen großen Unterschied ausmacht.»
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