Reaktion auf Kritiker: Lecuona jubelt in Portimao über erstes Ducati-Podium
Iker Lecuona zeigte bei der Superbike-WM in Portimao einen fehlerfreien Samstag. Nach Kritik der zum Saisonstart in Australien lieferte der Spanier eine starke Antwort.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Iker Lecuona setzte beim zweiten Rennwochenende der Superbike-WM 2026 in Portimao ein Ausrufezeichen: Der Spanier belegte im ersten Lauf Rang 2 und feierte damit sein erstes Podium als Ducati-Werkspilot.
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Bereits in der Superpole überzeugte Lecuona mit einer starken Leistung und trug dazu bei, dass Ducati die ersten beiden Startplätze belegte. Diese Form bestätigte er im Rennen eindrucksvoll – und zeigte damit eine klare Reaktion auf die Kritik nach dem Saisonauftakt in Australien, als ihm ein Top-3-Ergebnis noch verwehrt geblieben war und er sich hinter Ducati-Kundenfahrern einreihte. «Ich kann nicht behaupten, dass ich nicht zufrieden bin», stellte Lecuona nach dem Rennen klar. «Es ist ein wichtiges Jahr für mich. In der Zwischenzeit las ich viele Dinge über mich, die mich aber nicht interessieren. Nach Australien gab es viele negative Geschichten. Doch ich konzentrierte mich voll auf meine Leistungen.»
Lecuona versteht die Ducati Panigale V4R mittlerweile deutlich besser Entscheidend sei für ihn gewesen, sich auf dem Motorrad wohlzufühlen und eine solide Basis zu schaffen: «Der Tag heute war richtig gut. Das Motorrad funktionierte sehr gut. Wenn wir Probleme hatten, verstanden wir sofort, was wir ändern müssen. Ich verstand, was das Motorrad benötigt und das Team verstand, was ich benötige.»
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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«Es war ein perfekter Tag heute – auch für das Team: Erster und Zweiter in der Superpole und im Rennen. Mehr geht nicht», freute sich der Ducati-Neuzugang. Im Duell mit Teamkollege Nicolo Bulega musste sich Lecuona letztlich geschlagen geben, erkannte jedoch klar den Unterschied: «Nicolo schont den Reifen besser. Als ich näher herankam, konnte er sehr locker zwei oder drei Zehntelsekunden schneller fahren. Ich muss das noch lernen, doch wir konnten aus eigener Kraft um Platz 2 kämpfen. Und das war mein Ziel. Ich bin sehr happy.»
Wechsel zu Ducati war kein Selbstläufer Die Umstellung von Honda auf Ducati stellte sich für Lecuona als größere Herausforderung heraus als erwartet. «Ich musste von Null beginnen. Das Motorrad ist in jedem Bereich anders. Im Winter musste ich alles neu lernen», erklärte er. Erschwerend kam hinzu, dass die Wintertests von schwierigen Wetterbedingungen geprägt waren: «Bei den Tests konnten wir kaum im Trockenen fahren. Ich hatte eigentlich nur die Runden in Australien.» Umso zufriedener fiel sein Fazit nach dem starken Auftritt in Portimao aus. Auf die Frage, wie wohl er sich auf der Ducati fühle, antwortete Lecuona: «Ich würde sagen, es ist eine 9. Es ist keine 10, weil ich mich noch weiter verbessern kann. Doch im Vergleich von Australien zu hier konnten wir uns stark verbessern.»
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Besonders wichtig: «Ich kann ordentlich fahren, das Motorrad ist sehr berechenbar. Ich kann das Fahren also genießen. Das Rennen hat mir Spaß bereitet, ich hatte keinen Stress. Ich war sehr entspannt.» Mit diesem Ergebnis hat Lecuona nicht nur sein erstes Ducati-Podium eingefahren, sondern auch gezeigt, dass mit ihm im weiteren Saisonverlauf zu rechnen ist. Sein Ziel ist klar: Im schlimmsten Fall will er WM-Zweiter werden.
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