Honda belebt die glorreiche Ära der kleinen Vierzylinder wieder. Auf der Osaka Motorcycle Show enthüllten die Japaner die brandneue CB400 Super Four und die sportliche CBR400R Four.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Nachdem Honda die ikonische CB400 Super Four im Jahr 2022 aufgrund strengerer Emissionsvorschriften in den Ruhestand geschickt hatte, war der Aufschrei in der Fangemeinde groß. Seither blieben die Honda-Ingenieure nicht untätig. An der Osaka Motorcycle Show in Japan standen nun zwei Maschinen im Rampenlicht, die das Herz jedes Drehzahl-Enthusiasten höher schlagen lassen.
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Obwohl Honda die ausgestellten Motorräder offiziell noch als „Concepts“ deklariert, lassen die seriennahen Details keinen Zweifel: Diese Maschinen rollen bald in die Schauräume. Das Herzstück ist ein komplett neu entwickelter Reihenvierzylinder. Während für den chinesischen Markt bereits 500er-Varianten (mit ca. 502 ccm und 71 PS) gesichtet wurden, schrumpft Honda den Motor für den japanischen Heimatmarkt auf exakt 399 ccm. Der Grund sind die dortigen Führerschein- und Steuerregeln, die unter der 400er-Grenze massive Vorteile bieten.
Das Highlight der gezeigten Konzeptmotorräder ist die Integration der Honda E-Clutch. Das System, das bereits in der CB650R für Furore sorgte, wurde für die 400er-Plattform weiter optimiert und baut nun deutlich kompakter. Der Fahrer kann, wenn er will, wie gewohnt manuell kuppeln – oder es auch bleiben lassen. Anfahren, Anhalten und Gangwechsel funktionieren automatisiert – ein Segen für den Stadtverkehr, ohne die Sportlichkeit auf der Landstraße zu opfern.
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Die in Osaka hergezeigten Konzeptmotorräder mit Vierzylinder-Reihenmotor und DOHC-Ventilsteuerung (was sonst?) hatten ein Stahlrohrchassis, hochwertige Federelemente von KYB und Radialbremsen von Nissin.
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Die Konzeptmotorräder bedienen zwei Marktsegmente: Einmal die CB400 Super Four die eine Hommage an die Ur-Version von 1992 ist. Klassische Linien, keine Verkleidung und die berühmten geschwungenen Krümmer, die an die CB400F der 70er Jahre erinnern. Dazu die „Spencer-Lackierung“ (Silber-Blau), die an Freddie Spencers Erfolge in der amerikanischen Superbike-Meisterschaft erinnert.
Dann die CBR400R Four, die Antwort auf die Kawasaki Ninja ZX-4R, die mit Vollverschalung, scharfen Kanten und einer aggressiven Front unmissverständlich signalisiert: Ich will auf die Rennstrecke.
Ob Honda solche Motorräder 9n Europa anbieten wird, ist ungewiss. Die 400er-Versionen sind primär für Japan und Asien vorgesehen. Da die Plattform modular aufgebaut ist, könnte Honda für den westlichen Markt die CB500 Super Four und CBR500R Four bringen. Mit rund 70 PS und dem faszinierenden Vierzylinder-Kreischen würden diese Modelle in der prestigeträchtigen Mittelklasse ihre Käufer finden. Liebhaber solcher Konzepte werden derzeit einzig bei Kawasaki fündig. Die ZX-4RR ist mit ihren bis zu 80 PS ein fast schon kompromisslos sportliches Motorrad, ein Naked Bike auf dieser technischen Basis gibt es nicht. Honda legt mit der Integration der E-Clutch an mehr Gewicht auf den Alltagsbetrieb und plant von Anfang an mit Naked- und Sport-Version.
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