Supersport-WM • Neu
Solider Samstag in Portimao: Philipp Öttl (6.) kennt seine Schwachstellen
Noch mehr als Sieger Nicolò Bulega (Ducati) wurde im ersten Lauf der Superbike-WM 2026 in Portimão Lokalmatador Miguel Oliveira gefeiert. Der BMW-Pilot fuhr spektakulär auf das Podium.
Nach seiner Dominanz auf Phillip Island holte sich Nicolò Bulega beim Europaauftakt der Superbike-WM 2026 am Samstagvormittag in Rekordzeit die Pole-Position. Aber der Ducati-Werkspilot hat auf dem Autódromo Internacional do Algarve eine stärkere Gegenwehr, insbesondere durch seinen Aruba.it Ducati Teamkollegen Iker Lecuona und Barni-Pilot Yari Montella, die neben ihm aus der ersten Reihe starten.
Als Vierter der Startaufstellung und mit der Unterstützung seiner Landsleute auf den Tribünen peilte auch BMW-Pilot Miguel Oliveira ein starkes Ergebnis an. Auf Startplatz 6 setzte sich Yamaha-Ass Xavi Vierge stark in Szene. Überraschend: Erst auf der siebten Position war mit Alex Lowes der beste Bimota-Pilot zu finden.
Das Wetter zeigte sich bei Rennstart um 15:30 Uhr Ortszeit von seiner Schokoladenseite. Sonnenschein, ein wolkenloser blauer Himmel und 21 Grad Celsius sorgten für nahezu perfekte Bedingungen.
Bulega bog in Führung liegend vor Montella und Lecuona in die erste Kurve ein. Auch Oliveira erwischte einen optimalen Start und lag bereits neben den Ducati-Piloten, musste sich aber wieder als Vierter einreihen. Nach der ersten Runde führte Bulega um 0,4 sec vor Montella und Lecuona. Oliveira (4.) hatte bereits 2 sec Rückstand, auch weil er sich gegen Alex Lowes (Bimota) verteidigen musste. Vierge, Sam Lowes (Ducati), Álvaro Bautista (Ducati), Axel Bassani (Ducati) und Danilo Petrucci (BMW) komplettierten die Top-10.
An der Spitze gab Bulega fortan die Pace vor, aber Montella und Lecuona waren pro Runde nur minimal langsamer. Nach vier Runden war der Vorsprung des Vizeweltmeisters geringfügig auf 0,7 sec angewachsen. Derweil geriet Bautista in Schwierigkeiten und fiel auf Platz 12 zurück.
In Runde 5 verabschiedete sich Montella mit einem Sturz von einem möglichen Podestplatz – und Bulega führte mit einem Schlag um 1,7 sec vor Lecuona, und Oliveira übernahm Platz 3! Acht Sekunden hinter der Spitze lieferten sich Vierge, Bassani und Garrett Gerloff mit der einzigen Kawasaki einen unterhaltsamen Kampf um Platz 6.
Nach 10 von 20 Runden führte unverändert Bulega vor Lecuona und Oliveira. Fünf Sekunden hinter dem Führenden komplettierten Alex und Sam Lowes die Top-5, und Vierge (6.) geriet zunehmend unter Druck von Bassani und Gerloff.
An der Spitze tat sich in der zweiten Rennhälfte wenig. Mal war Lecuona (2.) ein wenig schneller als sein Teamkollege, dann wieder langsamer. So änderte sich der Vorsprung von Bulega bis zur Ziellinie kaum, und so feierte das Ducati-Werksduo den ersten Doppelsieg der noch jungen Saison. Für Lecuona ist Platz 2 das bisher beste Superbike-Finish.
Ähnlich verhielt es sich mit Oliveira, der bis zum Ende bemerkenswert konstante und schnelle Rundenzeiten fahren konnte und BMW als Dritter den ersten Podestplatz der Saison bescherte.
Alex Lowes brachte die beste Bimota auf Platz 4 ins Ziel, sein angeschlagener Zwillingsbruder Sam wurde mit der MarcVDS-Ducati guter Fünfter.
Der spannende Kampf um Platz 6 ging bis in die letzte Runde. Zeitweise bereits auf Platz 8 zurückgefallen, setzte sich Vierge um 0,357 sec gegen Gerloff (7.) und Bassani (8.) durch.
Die beste Honda brachte etwas überraschend Rookie Somkiat Chantra ins Ziel – allerdings mit 35 sec Rückstand und nur auf Platz 18. Der zeitweise in den Top-15 fahrende Jonathan Rea kam als 19. in die Wertung.
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