Jos Verstappen zu Max Verstappen: «Ich fürchte, er verliert die Motivation»
Der frühere Formel-1-Fahrer Jos Verstappen (54) beobachtet in Sorge, wie sich die GP-Saison 2026 entwickelt mit diesen neuen Rennautos. «Ich habe die Befürchtung, Max verliert langsam die Motivation.»
Max Verstappen hat aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht: Diese neue Rennwagen-Generation ist nicht nach seinem Geschmack, zu viel Energie-Managent, zu wenig Racing.
Die Freude am Fahren holt sich der vierfache Formel-1-Weltmeister derzeit bei Langstreckenrennen in GT-Autos. Und das beobachtet Jos Verstappen in Sorge, der Papa von Max.
Der 54-jährige Jos befürchtet, dass Max Verstappen langsam die Geduld und die Motivation für die Formel abhanden kommen könnte. Der 107-fache GP-Teilnehmer Jos sagt zum niederländischen Telegraaf: «Ich sehe das durchaus düster.»
Jos, WM-Zehnter von 1994, ist durchaus auf einer Wellenlänge mit seinem Sohn: «Als Formel-1-Fahrer sollte man für Mut und Können belohnt werden. Aber wenn man jetzt so schnell wie möglich durch eine Kurve fährt, wird man letztlich über eine Runde gesehen langsamer. Weil man in schnellen Kurven jetzt elektrische Energie laden muss, um für die komplette Runde gerüstet zu sein. Da geht doch das ganze Renngefühl verloren.»
Jos findet es nicht in Ordnung, wenn Leute behaupten, Max beklage sich doch nur, weil Red Bull Racing nicht vorne mitfahre. Jos weiter: «Ich habe das Gefühl, dass manche Leute oft nur deshalb etwas sagen, um im Rampenlicht zu bleiben. Max’ Gefühl im Auto hat nichts mit der Leistungsfähigkeit des Autos zu tun.»
Jos über Max: «Dass er so direkt ist, sollte begrüsst werden»
Dass Max die Probleme offen anspricht, so findet Jos, erhält bisweilen zu wenig Wertschätzung. «Dass Max so direkt ist, sollten sie begrüssen. Oder wollen sie nur Ja-Sager in diesem Sport? Wollen sie lieber Fahrer, die sagen, dass alles grossartig ist, es aber gar nicht so meinen?"
Bei Red Bull Racing wird hart daran gearbeitet, dem Modell RB22 Manieren beizubringen. Max sieht das. Aber Jos macht sich trotzdem Sorgen: «Das Fahren in diesen Autos fordert ihn einfach nicht heraus. Ehrlich gesagt, ich habe Angst, dass Max seine Motivation verlieren könnte.»
"Mit einem Formel-1-Auto Rennen zu fahren, das fand er früher das Schönste, was es gibt. Aber heute sehe ich das ziemlich düster. Ich würde gerne etwas Anderes behaupten, aber das könnte für seine Zukunft durchaus zu einem Problem werden.»
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