Siege, Hattricks, Rekorde: Ducati und Nicolò Bulega eine Klasse für sich
Das Superbike-Meeting in Assen war ein Wochenende für Ducati und von Nicolò Bulega. Nach drei Hattricks in Serie ist ein Durchmarsch des Werkspiloten wahrscheinlich.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Bei der Auflistung der Erfolge von Nicolò Bulega kann einem schwindelig werden: Der 26-Jährige gewann in der Superbike-WM 2026 jede Superpole und jedes der bisher neun Rennen. Der Ducati-Werkspilot ist der erste Fahrer, der drei Hattricks in Folge zu Saisonbeginn einfahren konnte. Saisonübergreifend sind es sogar vier Hattricks – Bulega gewann 2025 die letzten vier Saisonrennen in Serie.
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«Es ist kaum zu begreifen», musste Bulega im Gespräch mit SPEEDWEEK.com zugeben. «Das Gefühl mit dem Bike ist schlichtweg super und ich weiß genau, wie ich bei besonderen Situationen reagieren muss – so wie am Samstag bei einsetzendem Regen. Natürlich kann mir jederzeit auch ein Fehler unterlaufen, im Moment bin ich aber sehr glücklich mit meiner Performance und auch mit der Leistung meines Teams und des Motorrads. So kann es gerne weitergehen. In meiner Karriere habe ich viele unschöne Momente erleben müssen, aber derzeit ist es einfach wunderbar.» Es ist bezeichnend, dass Bulegas größtes Problem am Sonntag nicht auf der Rennstrecke zu finden war. «Die ersten zwei bis drei Runden habe ich gefroren und auch in der Startaufstellung musste ich mir eine Jacke überhängen – es war echt kalt», scherzte der Italiener. «Als ich auf Temperatur kam, fühlte ich mich wohler. Mit den Reifen gab es jedoch keine Probleme, da hat Pirelli wirklich gute Arbeit geleistet. Bei so niedrigen Temperaturen ist es umso wichtiger, dass man gutes Feedback von den Reifen bekommt.»
Dazu kommt die Überlegenheit von Ducati in Assen. Als erster Hersteller nahm Ducati in allen drei Rennen das gesamte Podium in Beschlag. Dazu pilotierten im ersten Lauf und im Superpole-Race die Top-4 eine V4R; im zweiten Hauptrennen wurden die ersten sechs Plätze von Ducati-Piloten erobert. Und das trotz der Reduzierung der Benzindurchflussmenge durch die FIM.
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«Vielleicht haben wir derzeit das beste Motorrad, aber es sitzen auch sehr starke Fahrer auf einer Ducati», meinte der Seriensieger. «Jeder Fahrer und jedes Team erfährt große Unterstützung vom Werk, wohl auch deshalb ist Ducati an der Spitze. Das war so, als ich in die Superbike-WM einstieg, und das ist heute immer noch so. Mich interessiert nicht das Gerede, dass ich das beste Motorrad habe, für mich zählen nur Siege.»
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Nach drei Superbike-Meetings stellt sich die Frage, wer die Siegesserie von Bulega beenden könnte. Nicht nur Fans wünschen sich eine Rückkehr von Toprak Razgatlioglu. «
«Ich vermisse Toprak – die Fights mit ihm waren großartig», erinnert sich Bulega. «In diesem Jahr habe ich derzeit vielleicht einen kleinen Vorteil, aber die anderen werden aufholen – Iker ist da an erster Stelle. Es ist wichtig, einen starken Teamkollegen zu haben. Wenn man jeden Sieg mit einem großen Vorsprung einfährt, glaubt man sich am Limit. Wird man jedoch von einem anderen Fahrer gepusht, versucht man, das Limit weiter hinauszuschieben. Mit Iker als Teamkollegen bin ich sehr glücklich.»
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