Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
Weiterlesen
Werbung
Nach zu vielen Dramen 2017 und drei Runden vor Schluss wies Red Bull-Honda-Teammanager Ronald ten Kate die Idee zurück, dass ein so gut aufgestelltes Team wie seines nicht mehr in der Lage ist, in der Superbike-WM wirklich konkurrenzfähig zu werden.
Werbung
Werbung
Volle Werksunterstützung und stetige Weiterentwicklung sind nötig, um in der Superbike-WM heutzutage wirklich erfolgreich zu sein. "An diesem Punkt ist jede Hilfe mehr als willkommen. Vielleicht liegt es am ersten Jahr und daran, dass die Maschine so spät eintraf. Um von Anfang an siegfähig zu sein, brauchst du wirklich die Unterstützung des Werks", ist ten Kate bewusst. "Ich glaube, dass auch ein Team wie unseres in dieser Weltmeisterschaft siegen kann, wenn die ersten Entwicklungshürden überwunden sind. Doch mehr Einsatz des Werks und das öffnen der Regeln dafür und das Budget eines Werkseinsatzes können einen Wechsel herbeiführen." Doch auch mit immer mehr Stock-Material an den Maschinen, seit die Dorna die Führung in dieser Serie übernahm, wurde die Lücke zwischen den Herstellern immer größer. "Das ist komplett unabhängig davon, Werksunterstützung zu haben oder nicht", sagt Ten Kate. "Drei oder vier Jahre erhielten wir keine Werksunterstützung, aber unsere Motoren waren viel näher dran. Mehr Freiheit beim Tuning bedeutet, dass du mehr oder weniger zwingend Werksunterstützung brauchst. Entwicklung ist immer durch das Budget und die Manpower eingeschränkt. Ein Werk hat viel mehr Ressourcen."
Da Honda Europe von Anfang an als Hauptunterstützer auftrat, erweckte das den Eindruck, dass Mutterkonzern Honda vielleicht nie über die Streitigkeiten mit den ehemaligen Organisatoren der Superbike-WM hinwegkam. Es ging damals hauptsächlich um plötzliche Regeländerungen und Einheitsreifen. Obwohl die Dorna nun diese Serie leitet, ist das Desinteresse aus Japan noch immer zu spüren.
Werbung
Werbung
Doch HRC-Testfahrer Takuma Takahashi in Portimão und Jerez dabei zu haben und auch technische Hilfe von japanischen Mitarbeitern zu erhalten, kann kein schlechtes Zeichen sein? Ten Kate scheint in diese Entwiclung nicht zu viel hineinzuinterpretieren. "Dass Takahashi antritt, heißt nicht, dass sich die Beziehung zu Japan ändert", sagt Ten Kate. "Am Ende des Tages unterstützt uns Honda Japan bereits. Mit Ressourcen und Material, der Vorbereitung der Bikes und vielleicht auch beim Budget helfen sie, weil es ein internationaler Sport ist. Dieses Wochenende bedeutete keine große Veränderung."
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.