Ex-Piloten unterstützen Junioren des Motorsport Teams Germany
Im Jahr 2025 wurde das Motorsport Team Germany von ADAC und DMSB für den Motorrad-Straßenrennsport neu strukturiert. Gemeinsam geht es bei der Superbike-WM in Assen für die Moto4-Junioren los.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
Weiterlesen
Werbung
Wenn es am bevorstehenden Wochenende in Assen als Gäste der Superbike-WM für die deutschen Mädchen und Jungen des Moto4 Northern Cup ernst wird, sollten sie besser vorbereitet in ihre neue Saison starten können als das die letzten Jahre der Fall war. Dafür Sorge trägt federführend Philipp Hafeneger mit seinem Unternehmen Hafeneger Renntrainings, in enger Zusammenarbeit mit seinen früheren Racing-Gegnern, jedoch auch engen Freunden Stefan Nebel und Dario Giuseppetti.
Werbung
Werbung
Im Gespräch mit SPEDDWEEK.com im Rahmen des Moto4 Northern Cup-Vorsaisontests zu Ostern in Oschersleben erklärte dazu Philipp Hafeneger: «Nachdem wir das Motorsport Team Germany für die Rundstrecke im vorigen Jahr übernommen haben, war das erste Jahr so ein bisschen zum gegenseitigen Kennenlernen. Auch dieses Jahr haben wir von der ADAC Stiftung Sport, die das Ganze ins Leben gerufen hat, die Leitung wieder übertragen bekommen. Im vorigen Jahr haben wir ein paar Trainings mit den Instruktoren Stefan Nebel und Lukas Tulovic in unsere Renntrainings integriert. In diesem Jahr haben wir das Ganze deutlich ausgeweitet und schon mal ein ausgiebiges Frühjahrtraining in Spanien veranstaltet.» Konkret gab es zunächst zwei einzelne Pit-Bike-Trainingstage im Februar und März bei Dario Giuseppetti, respektive bei dessen Moto Race Academy im spanischen Yepes unter dessen Leitung. Danach folgten zwei je zweitägige Trainings in Almeria und Cartagena, wo Stefan Nebel und Lukas Tulovic die inzwischen sieben statt drei ADAC-Stiftung-Sport-Förderpiloten bzw. -pilotinnen motorsportlich an die Hand nahmen. Diese sind Smilla Göttlich und Anina Urlaß sowie Jason Rudolph, Robin Siegert und Thias Wenzel (alle Moto4 Northern Cup) und dazu Fynn Kratochwil (Red Bull MotoGP Rookies Cup) und Ole Säuberlich (ADAC Junior Cup).
«Fahren können die Jungs und Mädels ja, sonst wären sie keine Förderpiloten. Aber uns ging es auch darum, eine gute Gemeinschaft zu entwickeln, damit sich alle weiter verbessern und gegenseitig antreiben. Demzufolge haben wir auch neben der Strecke viel mit den Teenies gearbeitet», lobte Philipp Hafeneger die gesamte Gruppe. «Das war das, was wir erreichen wollten. Man hat sich dann auch auf der Rennstrecke gegenseitig gezogen und nicht abgebrochen, wenn ein anderer hinter einem war. So haben sie sich wirklich gegenseitig gepusht. Beim Pit-Bike-Training konnte man unheimlich gut Zweikämpfe trainieren. Pflicht war, permanent zusammen zu fahren.»
Werbung
Werbung
So haben wir noch sehr viel Entwicklungspotenzial bei den Mechanikern und den Eltern festgestellt.Phillip Hafeneger
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
Weiterlesen
Stellvertretend für die Eltern lobte der Vater von Smilla Göttlich, Maik Göttlich, das entstandene Gemeinschaftsgefühl unter den Kindern wie auch Eltern. Er sagte: «Das war ein richtig tolles Training, was uns allen sehr viel gebracht und zudem viel Spaß gemacht hat. Man hat schnell gesehen, dass echte Profis am Werk sind, die wissen wovon sie reden. Ihnen muss man bei der Gelegenheit einfach mal danke sagen.»
Und wie geht es weiter? Dazu führte Phillip Hafeneger aus: «Wir haben ja letztes Jahr ganz klein angefangen. Jetzt ist der nächste Step gemacht worden, wozu ich ein großes Lob an die Stiftung Sport richten möchte, die erkennt, dass wir deutlich mehr machen müssen. Die Fahrer werden einerseits finanziell unterstützt, die Trainings wurden bezahlt und auch die Reifen von Pirelli. Es geht aber nicht nur um das Finanzielle, sondern auch um die Trainings, dass die Kinder an die Hand genommen werden und richtiges Coaching bekommen. Es wird nämlich noch sehr viel mehr Wissen benötigt, aber nicht nur bei den Kindern. So haben wir noch sehr viel Entwicklungspotenzial bei den Mechanikern und den Eltern festgestellt. Das ist auch Thema, dem wir uns annehmen. Sprich, es ist eine Betreuung, die bei A anfängt und bei Z aufhört.» Wenngleich sich während der Saison die Terminfindung für weitere gemeinsame Trainings schwierig gestaltet, ist Phillip Hafeneger guter Dinge, weitere organisieren zu können. Gegebenenfalls und je nach Verfügbarkeit von Rennstrecken in Zusammenarbeit mit Partner-Renntrainingsanbietern. Im Sinne des deutschen Motorradrennsports insgesamt wäre das nur zu begrüßen.
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.