Yamaha-Aushängeschild Xavi Vierge (5.) überzeugt: «Noch Luft nach oben»
Als mit Abstand bester Yamaha-Pilot am Freitag ruhen die Hoffnungen des japanischen Herstellers beim Superbike-Meeting in Assen auf Xavi Vierge. Der Spanier fühlt sich im Renntrimm stark aufgestellt.
Für Yamaha ist Xavi Vierge ein Glücksgriff und das gilt umgekehrt genauso. Nach vier Jahren im Honda-Werksteam kann der Spanier endlich seinen Speed unter Beweis stellen. Den langjährigen Yamaha-Piloten Andrea Locatelli hat Vierge innerhalb kürzester Zeit den Rang abgelaufen.
So wie am ersten Trainingstag in Assen: Während der Katalane als Fünfter nur 0,4 sec auf den überragenden Nicolò Bulega (Ducati) einbüßte, verlor sein Pata Maxus Teamkollege als 13. fast eine Sekunde!
«Schon als ich die Yamaha zum ersten Mal fuhr, wusste ich, dass es das Motorrad ist, auf das ich sehnsüchtig gewartet habe», sagte Vierge in kleiner Journalistenrunde. «Mein Fahrstil passt zum Bike, was man allerdings erst weiß, wenn man es gefahren ist. Zuerst fühlte sich alles seltsam an, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, konnte ich das Potenzial einschätzen. Das Level in der Superbike-Kategorie wird immer höher und das Team schuftet unermüdlich, um die R1 konkurrenzfähiger zu machen. Mir war aber klar, dass wir auf bestimmten Rennstrecken eine echte Möglichkeit haben werden.»
Der TT Circuit Assen ist eine gute Rennstrecke für Yamaha
Assen ist eine dieser Rennstrecken, wie Locatelli im vergangenen Jahr mit dem Sieg im zweiten Lauf gezeigt hatte – sein einziger Sieg in der Superbike-Kategorie. 2026 scheint jedoch nur Vierge für ein Top-Ergebnis infrage zu kommen.
«Ich bin sehr zufrieden mit dem ersten Tag. Es war das erste Mal, dass ich die R1 hier in Assen gefahren bin. Vom ersten Moment an hatte ich ein richtig gutes Gefühl und habe den Tag sehr genossen», berichtete Vierge von den freien Trainings. «Die Zusammenarbeit mit dem Team war super, wir haben die Änderungen präzise umgesetzt und waren bei jeder Runde etwas schneller – was sehr wichtig ist!»
Vierge weiter: «Nicht nur mit den neuen Reifen, auch mit den gebrauchten haben wir viele Runden gedreht, und die Pace ist ziemlich gut. Außerdem gibt es bei meinem Fahrstil einige Dinge, an denen ich seit dem ersten Training gearbeitet habe – und es ist noch Luft nach oben. Das ist also eine ausgezeichnete Grundlage für Samstag.»
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