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Riccardo Patrese: Vom Buhmann der GP-Stars zum Gentleman und Botschafter
Selten hat ein Formel-1-Rennfahrer einen solchen Wandel vollzogen: In der Frühphase seiner Karriere wurde Riccardo Patrese von GP-Stars geächtet, dann wurde er zum wunderbaren Botschafter des Sports.
Formel 1
Im Artikel erwähnt

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Buon compleanno, Riccardo Patrese: Der Italiener aus Padua ist am 17. April 2026 quicklebendige 72 Jahre jung geworden. Selten hat ein Grand-Prix-Ass im Laufe seiner Karriere solche Veränderungen mitgemacht wie Riccardo Gabriele Patrese, der Mann, der 19 Jahre lang den Rekord für die meisten WM-Einsätze hielt (256 Grands Prix, noch heute in den Top-Ten der F1-Dauerbrenner).
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Mit reifen 38 Jahren wurde er hinter seinem Williams-Stallgefährten Nigel Mansell WM-Zweiter, das war 1992. Ein Jahr später hängte er seinen Helm an den Nagel, weil ihm Michael Schumacher bei Benetton die neuen Grenzen aufgezeigt hatte. Patrese kam als italienischer Formel-3-Champion 1977 in die Königsklasse, unterstützt vom undurchsichtigen Geschäftsmann Franco Ambrosio, als Ersatz für den glücklosen Renzo Zorzi. In Japan eroberte Patrese als Sechster seinen ersten WM-Punkt.
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1978 seilte sich eine Kerntruppe von Shadow ab, um den neuen Arrows-Rennstall zu gründen, Ambrosio und Patrese waren dabei. Um ein Haar hätte Patrese den zweiten GP von Arrows gewonnen, in Südafrika.
Riccardo galt als risikofreudig und sauschnell, die Gegner murrten, so wie sie es Jahre später über die jungen Senna, Schumacher und Verstappen taten.
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GP-Stars wollten Patrese gesperrt sehen Nach der Startkollision von Monza 1978 und dem Tod von Lotus-Star Ronnie Peterson (Fett-Embolie in der Nacht auf Montag) wurde Patrese zum Buhmann gemacht. Die Stars Hunt, Andretti, Fittipaldi, Lauda und Scheckter forderten eine Sperre für Patrese, andernfalls sie in den USA nicht fahren würden. Der amerikanische Rennorganisator knickte ein und ließ den Italiener nicht auf die Bahn. Patrese erwirkte eine einstweilige Verfügung eines Richters in Watkins Glen, aber Arrows zog um des Friedens Willen die Nennung von Patrese zurück. Später stellte sich heraus: Hauptschuldiger für die Massenkollision von Monza war nicht Patrese, sondern die Rennleitung, die den Start freigab, als das hintere Felddrittel noch rollte. Dadurch schlossen die Nachzügler schnell zum Mittelfeld auf, und als die Piste zur ersten Schikane hin enger wurde, waren Fahrzeugberührungen nicht mehr zu vermeiden. Monza-Rennleiter Gianni Restelli und Patrese mussten sich sogar wegen Totschlags vor Gericht verantworten, das Verfahren wurde aber eingestellt.
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Es ging aufwärts mit der F1-Karriere von Patrese, als ihn Bernie Ecclestone zu Brabham holte: Erster GP-Sieg (Monaco 1982), Stallgefährte des ersten Turbo-Weltmeisters 1983, Nelson Piquet, bei Brabham-BMW.
Dann eine Flaute: Das neue Engagement von Alfa Romeo war ein Fehlschlag, die Rückkehr zu Brabham ebenfalls, weil die großen Tage des Teams längst vorbei waren.
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Erst mit Williams ging es wieder aufwärts, und Patrese hatte den Wandel vollzogen zum geachteten Piloten und zu einem tollen Botschafter des Formel-1-Sports. Heute tauchte Patrese gerne bei Anlässen mit historischen Rennwagen auf, wie in Goodwood (England), auch bei den Grands Prix auf italienischem Boden, also in Imola und Monza, ist er Stammgast. Als Italiener von den Italienern ausgebuht In Imola erlebte Riccardo alle Höhen und Tiefen eines Italieners vor eigenem Publikum. Es war 1983 beim Großen Preis von San Marino in Imola. Patrese hatte sich im Brabham an den führenden Ferrari von Patrick Tambay herangepirscht und überholt den Franzosen in der 55. von 60 Runden. Dann aber rutschte er in der Variante Alta von der Bahn. Die Fans tobten vor Freude, denn nun lag wieder ein Ferrari vorne. Tambay gewann. Patrese sagte nachher: "Als Italiener bist du im eigenen Land nichts wert, wenn du nicht in einem Ferrari sitzt."
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Riccardo rächte sich 1990 und gewann in Imola – im Williams.
  • Riccardo Patrese in der Formel 1
  • 256 Grands Prix
  • Von Monaco 1977 bis Australien 1993
  • 8 Pole-Positions
  • 13 beste Rennrunden
  • 6 Siege
  • 37 Podestplatzierungen
  • 1977 mit Shadow: WM-20.
  • 1978 mit Arrows: WM-12.
  • 1979 mit Arrows: WM-20.
  • 1980 mit Arrows: WM-9.
  • 1981 mit Arrows: WM-11.
  • 1982 mit Brabham: WM-10. (Sieg in Monaco)
  • 1983 mit Brabham: WM-9. (Sieg in Südafrika)
  • 1984 mit Alfa Romeo: WM-13.
  • 1985 mit Alfa Romeo: nicht klassiert
  • 1986 mit Brabham: WM-17.
  • 1987 mit Brabham und Williams: WM-13.
  • 1988 mit Williams: WM-11.
  • 1989 mit Williams: WM-3.
  • 1990 mit Williams: WM-7. (Sieg in Imola)
  • 1991 mit Williams: WM-3. (Siege in Mexiko und Portugal)
  • 1992 mit Williams: WM-2. (Sieg in Japan)
  • 1993 mit Benetton: WM-5.
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