Manager Diego Tavano zur Zukunft von VR46-Pilot Fabio Di Giannantonio
Als bester Ducati-Pilot in der WM-Tabelle gilt Fabio Di Giannantonio als feste Größe – auch mit Blick auf die neue MotoGP-Ära ab 2027. Dennoch Manager Diego Tavano spricht auch mit anderen Werken.
Während Pecco Bagnaia und Alex Marquez noch nicht zu 100 Prozent mit der Ducati Desmosedici GP26 verbrüdert sind und Weltmeister Marc Marquez mit der eigenen Verfassung kämpft, ging es für den vierten Piloten mit Werksmaterial bislang positiv in die Saison 2026.
Im Gegensatz zu Teamkollege Franco Morbidelli ist der VR46-Pilot direkt bei Ducati Corse unter Vertrag. Di Giannantonio zu den Fahrern mit einer sicheren Perspektive für 2027 – und doch ist die MotoGP-Zukunft des Römers noch nicht festgezurrt. Wie bei den meisten Athleten der Motorrad-Königsklasse läuft auch der Vertrag von «Diggia» mit Ende der laufenden Saison aus.
Beauftragt mit der Zukunft des 27-Jährigen ist Diego Tavano. Der Manager von Fabio Di Giannantonio ist ein Vollprofi im Sportmanagement – jedoch noch mit vergleichsweise wenig Erfahrung im Fahrerlager der Motorrad-WM. Gegenüber den Kollegen von GPOne in Italien berichtete Tavano: «Ich muss Fabio danken, denn er hat mich in diese Welt eingeführt. Jetzt betreue ich auch andere Fahrer wie Luca Lunetta und Jacob Roulstone.»
Selbstbewusst formuliert der Italiener die Marschroute für das Geschäft: «Ich baue eine Agentur namens Frontrow auf, mit dem Ziel, eine Schlüsselrolle im Fahrerlager zu übernehmen.» Interessanter Hintergrund: Diego Tavanos Kerngeschäft ist das Management im italienischen Profifußball.
«Diggia» mit guten Karten bei den Verhandlungen
Im Gespräch mit
Tavano spielt auf die Zeit vor 2024 an. Di Giannantonio-Fans erinnern sich nur ungern an die bangen Monate, als die Karriere des damaligen Gresini-Piloten am seidenen Faden hing Erst der Sensationssieg in Katar im Herbst 2023 brachte «Diggia» zurück ins Geschäft und stellte die Weichen für die spätere Vertragsunterzeichnung direkt mit Ducati Corse.
Auch ein Platz im Ducati-Werksteam ist denkbar
Der Manager des WM-Vierten bestätigte das Nachtrennen in der Wüste von Doha als Wendepunkt: «Es war einer der wichtigsten Momente meines Lebens. Ich erinnere mich, dass ich im Fahrerlager herumlief und nach Möglichkeiten suchte. Ich sprach mit allen Herstellern, dann hielt mich Uccio (Salucci; Anm.) irgendwann an und sagte, wir müssten reden. In diesem Moment wurde mir klar, dass etwas im Gange war. Es war unglaublich, vor allem, weil Fabio es verdient hatte.»
Vor dem Hintergrund, dass im Falle eines Rücktritts von Marc Marquez Ende 2026 ein weiterer Platz im Ducati-Werksteam frei werden würde, hätte Di Giannantonio als Landsmann und Podiumsfahrer gute Karten. Tavano stimmt zu, spricht aber auch in großer Loyalität gegenüber VR46 Racing: «Fabio ist ehrgeizig und will gewinnen, aber er befindet sich bereits heute in einer Spitzenposition. Selbst wenn wir unseren aktuellen Platz halten, würde dies Kontinuität in einem wettbewerbsintensiven Umfeld bedeuten.»
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