Can Öncü (Kawasaki): Vertragsauflösung wegen Moto2?
Nach seinem Sturz in Assen ist der Titel in der Supersport-WM für Can Öncü in weite Ferne gerückt. Sein Manager Kenan Sofuoglu und Kawasaki-Teamchef Manuel Puccetti erklären, wie es mit ihm 2024 weitergehen soll.
"Can Öncü will die Supersport-WM gewinnen und dann in Moto2 wechseln", sagte der türkische Manager und Weltmeister-Macher Kenan Sofuoglu vor dem Assen-Wochenende.
Doch dann wurde der 19-Jährige im zweiten Rennen am Sonntag von Yari Montella (Barni Ducati) in der ersten Kurve von der Strecke gerammt, stürzte und
In der Gesamtwertung hat Öncü nach sechs Rennen nur halb so viele Punkte auf dem Konto wie Seriensieger Nicolo Bulega (Aruba.it Ducati) und ist Fünfter. An seinen Wünschen für die Zukunft ändert das wenig.
"Ich höre mir immer an, wovon meine Fahrer träumen, ich gebe ihnen aber auch Ratschläge", erzählte Sofuoglu beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Can würde gerne Moto2 fahren, was ich akzeptieren kann. Er hat den Red Bull Rookies-Cup gewonnen und fuhr anschließend Moto3. Dort war er nicht erfolgreich, also haben wir einen Job in der Supersport-WM gefunden. Ich habe ihm gesagt, dass er eine sehr gute Supersport-Saison fahren muss, dann schaue ich, ob es in Moto2 Interesse an ihm gibt. Er könnte Moto2 fahren und von dort den Sprung in die MotoGP-WM schaffen. Ich werde ihn nicht daran hindern, ins MotoGP-Paddock zurückzukehren, er kommt ja von dort. Mit mehr Supersport-Erfahrung kann er eventuell auch in Moto2 gute Leistungen bringen und sich von diesem Punkt aus seinen Traum erfüllen, und es in die MotoGP-Klasse schaffen. Aber wir müssen abwarten, wie die Saison läuft – speziell jetzt nach seiner Verletzung. Er muss mehr zeigen, als er das bislang getan hat."
Can Öncü hat mit Kawasaki-Teamchef Manuel Puccetti einen Fünf-Jahres-Vertrag, der bis Ende 2024 läuft. Der Italiener würde dem jungen Türken nicht im Weg stehen: "Wenn er von Moto2 träumt und dort für die nächste Saison ein siegfähiges Paket findet, dann werden wir uns wie gute Freunde unterhalten und schauen, was das Beste für ihn ist. Nur in die Moto2-WM zu wechseln, um dabei zu sein, würde aber seine Karriere ruinieren. Er braucht ein siegfähiges Paket – was Stand heute schwierig zu bekommen ist."
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach