«Ganz ehrlich, ich habe nicht gepusht», sagte Kenan Sofuoglu nach seiner Supersport-Bestzeit am ersten Testtag auf Phillip Island. Der Deutsche Kevin Wahr verlor durch einen Sturz viel Zeit.
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Die zweite Testsession wurde nach einem Sturz von Jack Kennedy 15 min vor Ende abgebrochen. Der Ire war kurz ohnmächtig und wurde ins Streckenhospital gebracht. Möglicherweise hat sich Kennedy im rechten Fuß den Knöchel gebrochen, er ist nun auf dem Weg ins Krankenhaus nach Melbourne.
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Kenan Sofuoglus Bestzeit aus der ersten Session am Montagmorgen behielt auch am Mittag Bestand. "Ich habe null gepusht, konzentrierte mich ganz auf die Lebensdauer meiner Reifen", sagte der Türke zu SPEEDWEEK.com. "Trotzdem bin ich schon jetzt sehr nahe an meiner letztjährigen Qualifying-Zeit dran. Auf Phillip Island kann ich nicht so pushen, wie ich das gerne möchte. Ich muss schauen, dass meine Reifen das Rennen überleben. Als ich sah, dass mein Speed stimmt, habe ich aufgehört zu pushen. Ich habe stattdessen intensiv an der Abstimmung gearbeitet, um die Reifen zu schonen. Ich will kein Risiko eingehen. Mit dem ersten Reifen war ich sehr zufrieden, der zweite war nach acht Runden kaputt." "Für die Session am Nachmittag haben wir einiges verändert und ich wollte gegen Ende hin noch einen Long-run fahren", erklärte der dreifache Weltmeister. "Aber nach zehn Runden kam die rote Flagge heraus. Jetzt fahre ich halt am Dienstagmorgen zwei Long-runs. Das Rennen geht über 18 Runden, so lange müssen die Reifen durchhalten. Den ersten Long-run lasse ich langsam angehen, im zweiten werde ich dann richtig Gas geben."
Dem Zweitplatzierten Michael van der Mark (Pata Honda) nahm Kenan Sofuoglu trotzdem 0,397 sec ab, der Dritte Vladimir Leonov (MV Agusta Yakhnich) liegt schon 0,839 sec zurück. "Wenn ich pushen würde, könnte ich viel schneller fahren", schockte Sofuoglu seine Gegner. "Alle anderen hatten große Schwierigkeiten, um auf ihre Zeit zu kommen. Ich dagegen musste mich nicht anstrengen. Es sieht so aus, als wäre ich schneller als letztes Jahr. Ich habe keine zwei Stunden gebraucht, um auf diese Zeit zu kommen. Letztes Jahr brauchte ich den ganzen Test und die Trainings im Rennen, um in der Qualifikation diese Zeit zu fahren. Mir fehlen nur noch 0,2 sec auf diese Zeit."
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Kevin Wahr konnte seine Zeit vom Montagmorgen nicht verbessern, er stürzte gleich zu Beginn der zweiten Session in Turn 9, eine langgezogene Linkskurve. "Da bremst man ewig lange hinein", sagte der 23-Jährige. "Wenn du da zu spät dran bist, dann bist du doppelt zu spät im Scheitelpunkt. Dann ging halt irgendwann die Strecke aus und es ging direkt ins Kies. Ich musste vor dem Reifenstapel umlegen. Mit allem drum und dran ist dadurch sicher eine Stunde draufgegangen, ich hatte nur 20 Minuten Fahrzeit. Das ist ärgerlich. Ich dachte ja, dass ich schneller fahren kann und nun bin ich auf der Zeit stehen geblieben. Aber die Zeit an sich ist immer noch nicht verkehrt."
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