Lucas Auer/Sebastian Asch gewinnen am Nürburgring

Von Oliver Müller
ADAC GT Masters
Das Team Mücke Motorsport feiert seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters. Der Mercedes-AMG GT3 von Lucas Auer/Sebastian Asch dominierte am Nürburgring ab der ersten Kurve. Platz zwei für den Bernhard-Porsche.

Für Lucas Auer war es erst das zweite Rennwochenende im ADAC GT Masters und schon sprang für den jungen Österreicher der erste Sieg heraus: Zusammen mit Sebastian Asch triumphierte der aktuelle DTM-Pilot im Samstagsrennen auf dem Nürburgring. «Das ist wirklich super. Sebastian und ich haben gleichzeitig auch den ersten Sieg von BWT Mücke Motorsport im ADAC GT Masters überhaupt eingefahren. Obwohl ich erst 22 Jahre alt bin, haben wir schon eine große gemeinsame Historie im Motorsport», strahlte Auer nach der Siegererhrung gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir sind einfach nur happy und werden später dann ordentlich feiern», ergänzte Asch überglücklich.

Die Schlüsselszene des Rennens ereignete sich schon auf den ersten Metern. Der von der Pole-Position aus gestartete Luca Stolz im Mercedes-AMG GT3 (Team ZAKSPEED) hatte sich bei der Anfahrt zur 'Mercedes-Arena' leicht verbremst und musste so eine etwas weitere Linie fahren. «Das war absolut mein Fehler. Mit kalten Reifen habe ich einfach einen Tick zu spät verzögert. Dadurch habe ich dann zwei Positionen verloren», erklärte Stolz. Sebastian Asch nutzte die Situation aus und stieß innen durch an die Spitze. «Mein Start war natürlich bombastisch. Durch den Fehler von Luca Stolz konnte ich die Lücke nutzen und ging an allen vorbei», beschrieb Asch die Aktion aus seiner Sicht.

Eine Kollision von Robert Renauer (Herberth-Porsche) und Nicolai Sylvest im zweiten ZAKSPEED-Mercedes hatte wenige Sekunden später dann eine Safety-Car-Phase auf den Plan gebracht. Und auch als das Rennen gerade wieder frei gegeben wurde, war Action zunächst Mangelware, da ein Ausritt von Elia Erhart im Audi R8 LMS der Audi Sport racing academy sofort wieder 'Gelb' ausgelöst hatte. Erst nach circa 20 Minuten ging es im Rennen tatsächlich zur Sache. Dabei entwickelte sich an der Spitze ein Vierkampf von Asch, Tabellenführer Jules Gounon in der Corvette C7 GT3-R (Callaway Competition), Stolz und dem Porsche 911 GT3 R von Mathieu Jaminet (Team75 Bernhard). Diese vier Fahrzeuge besuchten dann ebenfalls als Paket die Box für die Absolvierung des Fahrerwechsels auf.

Dabei wurde die Corvette jedoch etwas durchgereicht und so fand sich Albert Costa, der von Gounon übernahm, schließlich hinter dem Audi R8 LMS von Patrick Niederhauser (Aust Motorsport) auf Position fünf. «Wir wollten nicht das allerletzte Risiko eingehen. Mir ist bewusst, was meine Aufgabe hier ist», meinte Costa, der den verletzten Daniel Keilwitz am Nürburgring ersetzte. Bis zum Ende des Rennens hatten beide Fahrzeuge zwar hart gekämpft, jedoch die Positionen gehalten.

Auch an der Spitze gab es keine Überholmanöver mehr. Mit freier Fahrt konnte sich Auer locker immer weiter absetzen und fuhr letztendlich mit 7,257 Sekunden Vorsprung zum Sieg. Dahinter hatte sich der Bernhard-Porsche, den Michael Ammermüller von Jaminet übernahm, Rang zwei gesichert. «Wir waren heute aus eigener Kraft schnell und hatten auch einen perfekten Boxenstopp. Mit mit P2 sind wir absolut zufrieden. Den Mercedes konnten wir heute nicht knacken», kommentierte Ammermüller.

Für Luca Stolz und dessen Teamkollege Luca Ludwig reichte es am Ende für Position drei. «Auch wir hatten gegen den anderen Mercedes heute keine Chance, aber den Porsche hätten wir eigentlich schaffen müssen. Somit bin ich nicht ganz glücklich mit dem Ergebnis», so Stolz.

Am Sonntag gegen 13:15 Uhr folgt dann der zweite ADAC-GT-Masters-Lauf des Wochenendes. «Da wird es aber nicht ganz so einfach für uns. Durch den Sieg werden wir 30 Kilogramm an Erfolgsballast ins Auto geschraubt bekommen. Dann sind wir natürlich sehr schwer. Aber ich gebe wie immer mein Bestes», blickte Samstagssieger Auer auf das Rennen voraus.


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