David Munoz vor Moto3-Start 2026: «Von Rennen zu Rennen denken»
David Munoz startet mit neuem Ansatz in die Moto3-WM 2026. Der Spanier will Ergebnisse Schritt für Schritt aufbauen – und nennt bereits seine wichtigsten Titelrivalen.
Moto3-Pilot David Munoz blickt vor dem Start der Weltmeisterschaft 2026 bewusst gelassen auf die bevorstehende Saison. Nach einer von Rückschlägen geprägten vergangenen Meisterschaft setzt der Spanier auf Kontinuität und Geduld – bei einem Kalender mit 22 Grands Prix ein entscheidender Faktor.
«Ich habe das zwanzig Mal mit meinem Team und mit Hector (Faubel, Manager) besprochen. Der Ansatz 'von weniger zu mehr' bedeutet, dass ich die Gefühle wiederfinden möchte, mit denen ich in Japan und Indonesien abgeschlossen habe», erklärt Munoz. Statt von Beginn an alles auf eine Karte zu setzen, will der 19-Jährige Resultate Schritt für Schritt aufbauen: «Und wenn ich nach Thailand fahren und Fünfter werden muss, dann muss ich Fünfter werden. Wenn ich nach Brasilien fahren und Vierter oder Siebter werden muss, dann muss ich Vierter oder Siebter werden.»
Mit Blick auf die Saison 2025 ist für ihn klar, dass mehr möglich gewesen wäre. «Ich glaube, wenn ich die letzten fünf Rennen gefahren wäre, hätte ich um die Meisterschaft gekämpft.» Gleichzeitig weiß Munoz um seine Entwicklungsmöglichkeiten: «Ich bin sehr jung in die Weltmeisterschaft gekommen, mit 16 Jahren. Ich habe Zeit.»
Konstanz der Schlüssel zum Moto3-WM-Titel?
Der Fokus liegt daher auf Konstanz statt auf Titelrechnungen. «Dieses Jahr werde ich von Rennen zu Rennen fahren, mein Team und die Leute geniessen, ohne an die Meisterschaft oder sonst etwas zu denken», betont er. Der Plan orientiert sich an seiner starken Phase im Vorjahr: «Der Ansatz ist, von Rennen zu Rennen zu fahren, wie ich es ab dem fünften Rennen 2025 getan habe, als die Ergebnisse zu kommen begannen und mir alles von selbst gelang.»
Auf der Strecke gilt Munoz als kompromisslos und zielstrebig – und auch abseits davon wirkt er konzentriert. «Ich habe Spaß an dem, was ich tue, aber ich bin ein ernsthafter Mensch. Ich komme zu den Grands Prix, um zu arbeiten.» Gleichzeitig kenne er die Balance: «Ich weiß, wann man arbeiten muss und wann man Spaß haben muss.»
Seinen ersten Grand-Prix-Sieg feierte er in MotorLand Aragon – mit einem Überholmanöver in der letzten Kurve. «Ich habe meinem Team schon am Donnerstag gesagt, dass es an diesem Wochenende soweit sein würde, so oder so», erinnert er sich. Nach einem intensiven Rennwochenende setzte er sich im direkten Duell durch: «Am Ende habe ich das Rennen gewonnen, das mir sehr viel Spaß gemacht hat.»
Für die neue Saison rechnet Munoz mit starker Konkurrenz im Titelkampf. «Ich glaube, Maximo Quiles wird einer der Hauptkonkurrenten sein, wie auch andere, zum Beispiel mein Teamkollege David Almansa und Alvaro Carpe.» Besonders Quiles konnte sich im Vorjahr stark in Szene setzen, obwohl er als Rookie an den Start ging: «Maximo war von Anfang an vorne mit dabei, und ich glaube wirklich, dass er der Hauptkonkurrent sein wird.»
Großes Lob für IntactGP und Peter Öttl
Den Wechsel zum IntactGP-Team sieht Munoz rückblickend als wichtigen Schritt. «Ich habe mich für Intact entschieden, weil ich die Techniker kennengelernt habe, auch Peter (Öttl), der ein guter Mensch ist, und es hat sich gezeigt, dass ich die richtige Wahl getroffen habe. Ich bin am richtigen Ort, jetzt und für die Zukunft.» Der Drei-Jahres-Vertrag soll perspektivisch den Aufstieg in die Moto2 ermöglichen.
Seinen Ruf als kompromissloser Fahrer nimmt Munoz gelassen. «Ehrlich gesagt, macht mir das nicht viel aus. Ich war schon mehrmals in einen Zwischenfall verwickelt, aber das gehört dazu, wenn man mehr will.» Fehler seien Teil des Lernprozesses: «Ich habe auch Fehler gemacht, wie viele andere auch, aber ich weiß, was ich zu tun habe.»
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