BSB Oulton Park: Ryuichi Kiyonari ersetzt Dan Linfoot

Von Andreas Gemeinhardt
Britische Superbike-Meisterschaft

Der dreifache BSB-Champion Ryuichi Kiyonari kehrt vorübergehend in die Britische Superbike-Meisterschaft zurück und wird zur dritten Runde in Oulton Park den verletzten Honda-Piloten Dan Linfoot ersetzen.

Ryuichi Kiyonari bestreitet 2018 mit dem Team Moriwaki Motul Racing die Japanische Superbike-Meisterschaft und wird am Wochenende vom 5. bis 7. Mai den verletzten Dan Linfoot im Team Honda Racing ersetzen. Kiyonari gehört zu den erfolgreichsten BSB-Piloten aller Zeiten. Er gewann dreimal den Titel, holte sich 50 BSB-Laufsiege und triumphierte davon zehn Mal in Oulton Park.

Linfoot stürzte in Brands Hatch im freien Training der Britischen Superbike-Meisterschaft schwer und brach sich dabei einen Nackenwirbel. Der 29-jährige Honda-Pilot hofft, dass er nach der in Großbritannien traditionellen Roadracing-Pause (North West 200 und die Tourist Trophy auf der Isle of Man) am 15. Juni in Snetterton wieder in das Geschehen eingreifen kann.

«Es tut mir sehr leid für Dan und ich wünsche ihm eine schnelle Genesung», erklärte der inzwischen 35-jährige Japaner vor seinem BSB-Comeback. «Aber ich freue mich auch, dass ich ihn in Oulton Park genau in dem Team ersetzen darf, mit dem ich viele Jahre in der BSB bestritten haben. Die Britische Superbike-Meisterschaft war mir immer wie ein zu Hause und nun bin ich sehr gespannt, wie es sein wird, wieder gegen diese Jungs anzutreten.»

Kiyonari verließ am Ende der Saison die BSB und setzte im Moriwaki Racing Team seine Karriere in der All Japan Road Race Championship fort. Mit seinen drei Titeln (2006, 2007, 2010) und 50 Laufsiegen liegt der Japaner hinter Shane Byrne auf dem zweiten Platz der ewigen BSB-Bestenliste.

Bei keinem Fahrer der Britischen Superbike-Meisterschaft waren die Leistungsschwankungen in den letzten Jahren so gravierend wie bei Kiyonari. Entweder kämpfte er um den Gesamtsieg, den er sich insgesamt dreimal sichern konnte, oder er versank in der Bedeutungslosigkeit.

Nach ersten Erfolgen in der Japanischen Meisterschaft ersetzte Kiyonari 2003 seinen tödlich verunglückten Landsmann Daijiro Kato in Fausto Gresinis Team Telefónica Movistar und gab damit sein Debüt in der MotoGP-WM. Im gleichen Jahr gelang ihm als Gaststarter in der Supersport-WM der ausgezeichnete zweite Platz hinter Christian Kellner bei seinem Heimrennen in Sugo.

2008 und 2009 war Kiyonari in der Superbike-WM am Start und erreichte dort die Gesamtränge 9 und 11. Im Jahr 2012 bestritt er die All Asia Road Race Supersport 600 Championship und konnte sich auf Anhieb den Titel sichern. Kiyonari gewann außerdem viermal die 8 Stunden von Suzuka, den für den japanischen Markt äußerst wichtigen Langstrecken-WM-Klassiker. Anschließen kehrte er in die Britische Superbike-Meisterschaft zurück.

Noch in der Saison 2014 hatte Kiyonari mit seinem Team Buildbase BMW Motorrad bis zum letzten Saisonlauf intakte Titelchancen, doch 2015 geriet er einmal mehr in ein Formtief und stürzte auf den 20. Tabellenrang ab.

Diese Misserfolgs-Serie setzte sich auch 2016 nach seinem Wechsel zu Benetts Suzuki fort und nachdem Kiyonari in 14 Rennen nur lächerliche 23 Punkte kassierte, folgte nach dem Event in Brands Hatch die Kündigung. Danach wechselte er für den Rest der Saison ohne nennenswerten Erfolg zum Team Smith BMW Racing.

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